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Mecklenburg-Vorpommern

21. November 2017 | 04:03 Uhr

Schwerin : Stau-Ende in Sicht

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

An Wanderbaustelle zwischen Görries und Neumühle wird bis Ende November gearbeitet. Die B 106 Richtung Ludwigslust wird früher als geplant fertig.

Die bizarren Schatten der Asphaltfräsen und Baumaschinen tauchen die Baustelle auf der Schweriner Umgehungsstraße in Endzeitstimmung. Spätestens wenn die schweren Maschinen zwischen Görries und Neumühle in der Abenddämmerung die Scheinwerfer einschalten, zieht das imposante Bild die Blicke der Autofahrer auf sich. Während Baumaschinen auf der einen Seite der Leitplanke die Asphaltdecke aufnehmen, schiebt sich der Verkehr auf der anderen Fahrbahn an der Baustelle vorbei.

Die Baustelle entspricht dem Standard: Baken zwingen den Verkehr zwischen Görries und Neumühle in jeder Richtung in die Einspurigkeit – seit vergangenen Montag auf der stadtzugewandten Seite. So tuckern Autofahrer brav über die geteilte Fahrbahn. Noch bis Ende des Monats wird das so sein. Denn die Baustelle „Umgehungsstraße“ befindet sich mittlerweile in ihrer letzten Phase: Zwischen Görries und Neumühle fließt der Verkehr noch einspurig. Schon seit Wochen lässt das Straßenbauamt einen mehrere Kilometer langen Abschnitt der Ortsumgehung, das ist die Bundesstraße 106, erneuern. Der erste Abschnitt von der Pfohe-Kreuzung aus ist quasi abgeschlossen. Die Baustelle ordnungsgemäß abgesichert und der Verkehr in provisorisch neue Bahnen gelenkt.

Bei einigen Autofahrern auf der Umgehung sorgt es dennoch für Irritation, ihre gewohnten Wege verlassen zu müssen. Vor der Baustelle im Reißverschlussverfahren einfädeln – das bereitet einigen Autofahrern Schwierigkeiten. Umleitungen für die am Neumühler See gesperrte Auf- und Abfahrt verursachen weitere unsichere Blicke. Erst hinter Görries bzw. hinter Neumühle lässt die Baustelle die Autofahrer wieder auf die gewohnten Fahrspuren. Hier nimmt der Verkehrsfluss Fahrt auf.

Die Arbeiten auf der Umgehung sind aber nicht die einzigen, mit denen die Bauleute der Firma Strabag dieser Tage zu tun haben: Auch die Erneuerung der B 106 in Richtung Ludwigslust wird von ihnen ausgeführt. Am Bahnübergang bei Stern Buchholz stand am Wochenende ein Großeinsatz an: Zwölf Männer aus zwei Baukolonnen waren mit dem Aufbringen der obersten Asphaltbahn beschäftigt. Am Sonnabend um 4.30 Uhr legten die Männer los. Dass trotz Ankündigung einige Autofahrer nichts von der Vollsperrung gehört hatten, mussten die Bauleute ignorieren: Sie arbeiteten auf voller Breite der Straße und ließen am Sonnabend kein Fahrzeug durch. Da das milde Wetter ein hohes Bautempo zuließ, musste nur am Sonnabend der Asphalt aufgetragen, verteilt und gewalzt werden. Nach Aushärten und Abkühlen konnte die Baustelle 24 Stunden später geräumt werden. Schon gestern Abend kurz nach 17 Uhr rollte der Verkehr – und damit fünf Stunden früher als geplant. Zudem ist die Baustellenampel an dieser Stelle verschwunden, zwei Fahrbahnen stehen wieder zur Verfügung. Allerdings wird es in den nächsten Tagen hier noch Restarbeiten geben.

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