„Fusion“-Festival Lärz : Start mit Staus - für 2017 Pause angekündigt

Auf der Anreise gab es neben Staus auch Polizeikontrollen. Foto: Susan Ebel
Auf der Anreise gab es neben Staus auch Polizeikontrollen. Foto: Susan Ebel

Staus vor dem Fusion-Festivalgelände an der Müritz gibt es bei Zehntausenden Besuchern nach wie vor. Die Belastungen für Anwohner halten sich aber in Grenzen. Mit den Jahren wurden Veranstalter, Polizei und Ämter erfahrener.

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30. Juni 2016, 17:45 Uhr

Mit dem „Fusion“-Festival in Lärz (Mecklenburgische Seenplatte) hat gestern eines der größten Musik- und Popkulturevents in Mecklenburg-Vorpommern begonnen. Bis Sonntag werden mehr als 60 000 Besucher auf einem ehemaligen Militärflugplatz erwartet. Die Party begann am Mittwoch mit Staus bei der Anreise. Als Nadelöhr erwies sich die Strecke von der Autobahnabfahrt der A19 über die Bundesstraße 198 bis zum Tor des Festivalgeländes, wie die Polizei berichtete.

Behinderungen bei der Zuganreise aus Richtung Berlin sollte es heute geben, wenn in Oranienburg (Brandenburg) eine Weltkriegsbombe entschärft wird. Zwischen 10 und 15 Uhr fuhren keine Züge zwischen Berlin und Neustrelitz. Für die Teilnehmer der „Fusion“ wurde laut Veranstalter ein Busverkehr ab dem S-Bahnhof Birkenwerder eingerichtet.

Um die Sicherheit zu gewährleisten, gebe es starke Kontrollen, sagte der Ordnungsdezernent der Mecklenburgischen Seenplatte, Thomas Müller. Sie seien in diesem Jahr aber nicht größer als in den Vorjahren. Die Polizei sei mit einem großen Aufgebot vor Ort. Die Tickets seien personengebunden und würden beim Einlass überprüft.

Auch würden die Besucher auf Waffen abgetastet. Um unnötigen Verkehr vom Festivalgelände in die Umgebung zu vermeiden, erfolge eine Grundversorgung der Gäste mit Lebensmitteln auf dem Festivalgelände. Früher hätten Anwohner über leergekaufte Supermärkte geklagt, sagte Müller.

Außerdem seien Ärzte auf dem Gelände im Dienst, so dass leichte Verletzungen oder Erkrankungen ambulant an Ort und Stelle behandelt werden können. Um den Müll einzudämmen, erhalte jeder Besucher am Einlass eine Plastiktüte für Flaschen, die er am Ausgang gegen ein Entgelt abgeben könne. Nachts werde die Lautstärke der Musik reduziert. In den vergangenen Jahren sei „Fusion“ zu einem ruhigen Festival geworden, sagte Müller.

Das „Fusion“-Festival steigt zum 20. Mal. Im kommenden Jahr soll es erstmals ausfallen und erst wieder 2018 stattfinden, wie die Polizeisprecherin unter Berufung auf die Veranstalter, den Verein Kulturkosmos Müritz, sagte. Nach einem Bericht des „Nordkuriers“ (Mittwoch) wollen die Organisatoren eine „kreative Pause“ einlegen.

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