Bildung MV : Start für „Abitur up Platt“

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Mit Beginn des neuen Schuljahres schärfen 14 Gymnasien ihr Profil

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03. September 2017, 08:50 Uhr

Was der frühere Bildungs- und heutige Finanzminister Mathias Brodkorb (SPD) bereits vor gut einem Jahr ankündigte, wird jetzt Realität: Künftige Abiturienten können mit Beginn dieses Schuljahres an 14 ausgewählten Gymnasien und Gesamtschulen im Land besondere Bildungsangebote nutzen. Sie konzentrieren sich auf die Themenschwerpunkte Humanistische Bildung und Alte Sprachen, Niederdeutsch sowie Mathematik und Naturwissenschaften (MINT).

„Schülerinnen und Schüler, die Freude an Sprachen haben oder ihre Plattdeutschkenntnisse vertiefen möchten, können an diesen Angeboten teilnehmen. Mädchen und Jungen mit Talenten in Mathematik oder in naturwissenschaftlichen Fächern wollen wir stärker fördern“, sagte Bildungsministerin Birgit Hesse.

Für das „Abitur up Platt “ hatte die Kultusministerkonferenz (KMK) im März dieses Jahres den Weg freigemacht und Niederdeutsch offiziell als mündliches und schriftliches Prüfungsfach im Abitur anerkannt. Grundlage des Faches Niederdeutsch ab Klasse 7 bis in die Qualifikationsphase ist ein entsprechender Rahmenplan, dem die Bildungsstandards der KMK zugrunde liegen, heißt es aus dem Bildungsministerium.

Das Profil Humanistische Bildung/Alte Sprachen umfasst die Sprachen Latein und Altgriechisch. An den MINT-Schulen gibt es besondere Bildungsangebote in Mathematik oder in den naturwissenschaftlichen Fächern Biologie, Chemie und Physik.

Zum Abitur führende Schulen aus dem ganzen Land konnten sich um den Status einer Profilschule bewerben. Ziel war, in jedem Schulamtsbereich jeden Schwerpunkt mindestens einmal anzubieten – aus dem Schulamt Greifswald gab es allerdings keine Bewerbungen für das „Abitur up Platt“. Am größten war das Interesse am mathematisch-naturwissenschaftlichen Profil, hier gab es 22 Bewerbungen.

Jede der Schwerpunktschulen erhielt bereits vom vergangenen Schuljahr an eine zusätzliche Lehrerstelle. Das Land stellt dafür jährlich eine Million Euro zusätzlich bereit. Außerdem erhält jede Profilschule ein Budget für Sachkosten.

Die Begabtenförderung sei auch ein Beitrag zur Inklusion, betont Ministerin Hesse. Denn diese sehe nicht nur die Unterstützung von Kindern und Jugendlichen mit besonderem Förderbedarf vor. „Wir dürfen die engagierten und leistungsstarken Schülerinnen und Schüler in unserem Land nicht vergessen“, so Hesse.

Diese Schulen sind dabei:

Schulen mit dem Profil Humanistische Bildung/Alte Sprachen:
1.) Jahngymnasium Greifswald
2.) Gymnasium Carolinum Neustrelitz
3.) Friderico-Francisceum Gymnasium zu Bad Doberan
4.) Gymnasium Fridericianum Schwerin

Schulen mit dem Profil Niederdeutsch:
1.) Gymnasiales Schulzentrum „Fritz Reuter“ Dömitz
2.) Geschwister-Scholl-Gymnasium Wismar
3.) Gymnasium „Am Sonnenberg“ Crivitz
4.) RecknitzCampus Laage
5.) Reuterstädter Gesamtschule Stavenhagen (KGS)
6.) Goethe-Gymnasium Demmin (Musikgymnasium)

Schulen mit dem Profil MINT:
1.) Alexander-von-Humboldt-Gymnasium Greifswald
2.) Albert-Einstein-Gymnasium Neubrandenburg
3.) Gymnasium Fridericianum Schwerin/Goethe-Gymnasium Schwerin
4.) Musikgymnasium Käthe Kollwitz Rostock
 

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