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Nordmetall-Arbeitgeber : Starre Arbeitszeiten aufheben

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erstellt am 27.Mär.2017 | 20:25 Uhr

Der Arbeitgeberverband Nordmetall fordert, starre gesetzliche Arbeitszeitregelungen aufzuheben. Die Vorgaben für die Ruhezeiten und die tägliche Höchstarbeitszeit passten nicht mehr in das Handy- und Laptop-Zeitalter, teilte Nordmetall-Präsident Thomas Lambusch am Montag mit. «Selbstverständlich stellt keine unserer Firmen die wöchentliche Höchstgrenze von 48 Stunden in Frage. Aber wie sich die Arbeit auf die einzelnen Tage verteilt, entscheiden immer stärker die Wünsche unserer Kunden.» Es müsse daher möglich sein, an einem Tag auch einmal mehr als 10 Stunden zu arbeiten und dafür an einem anderen Tag der Woche später kommen oder früher gehen zu können.

Das Gleiche gelte für die gesetzliche Ruhezeit von mindestens elf Stunden. «Kurze Unterbrechungen der Ruhezeit – zum Beispiel um abends rasch eine E-Mail zu beantworten – müssen möglich sein, ohne dass die Uhr von Neuem zu laufen beginnt», forderte Lambusch. Nur dann könnte die Metall- und Elektro-Industrie auch künftig Einkommen von rund 56 000 Euro im Jahr zahlen und auf dem Weltmarkt mit ihren Produkten konkurrenzfähig bleiben.

Der Bezirksleiter der IG-Metall Küste, Meinhard Geiken, entgegnete, dass die Beschäftigten nicht per se gegen Flexibilisierung seien. Sie müsse aber auch die Bedürfnisse der Beschäftigten berücksichtigen. «Uns geht es dabei auch um verbindliche Ansprüche, damit die Beschäftigten nicht von der Gnade der Arbeitgeber abhängig sind.» Aus Sicht der Gewerkschaft geht es den Arbeitgebern um «eine Ausweitung der Arbeitszeiten um jeden Preis».

Im Arbeitgeberverband sind 250 Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie in Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und im nordwestlichen Niedersachsen vereint.

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