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Vier Schüler qualifizieren sich für Bundesdebatte : Starke Argumente von jungen Rednern

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Vier Schüler haben sich gestern in Schwerin beim Landesfinale des Wettbewerbs „Jugend debattiert“ für den Bundeswettbewerb qualifiziert. Am 14. Juni werden die Schüler versuchen, das Finale für sich zu entscheiden.

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erstellt am 09.Apr.2013 | 07:46 Uhr

Schwerin | Starke Argumente und bewegende Worte waren im Plenarsaal des Landtages Schwerin zu erleben. Einen Tag ging es in den Räumen nicht um die Politiker, sondern nur um junge Redner aus Mecklenburg-Vorpommern. Gestern fand dort das Landesfinale von "Jugend debattiert" statt. Zuvor qualifizierten sich die jungen Debattierer über die einzelnen Schulwettbewerbe.

Im Finale ging es allerdings um andere Themen, als noch in der Schule, diese wurden von einer Jury ausgewählt. Dort debattierte die Sekundarstufe I über die Frage "Sollen Politiker auch in Wahlkampfzeiten in Schulen auftreten dürfen?" und die Sekundarstufe II "Sollen betroffene Schüler mit Lernproblemen in MV mit einer individuellen Förderung trotzdem versetzt werden?", teilte Katharina May, Pressesprecherin von "Jugend debattiert" mit. "Es ist wichtig für die Entwicklung der jungen Menschen, schon früh politisch ins Gespräch zu kommen. Ich bin wirklich beeindruckt von den Leistungen der Jugendlichen heute", sagte Ansgar Kemmann, Leiter von "Jugend debattiert".

Bei dem Projekt geht es darum, dass sich die Schüler zu einer Frage genau positionieren und mit schlüssigen Argumente erörtern. Für das Landesfinale hatte jeder Teilnehmer zehn Tage Zeit, für drei Themen jeweils die Pro- und Contra-Seite vorzubereiten. "Das Tolle an Jugend debattiert ist, dass ich mein Meinungsniveau gesteigert hat. Zu einem Thema, von dem ich dachte, dass ich darüber Bescheid weiß, hat sich durch die Recherche und Argumente, meine Sichtweise geändert", erzählte der 17-jährige Marinus Fislage. Es herrschen aber auch Regeln bei einer Debatte, so beginnt sie immer mit einer Eröffnungsrunde, in der jeder Redner ohne Unterbrechung zwei Minuten sprechen muss. Dann folgt die freie Aussprache, die zwölf Minuten dauert und zuletzt die Schlussrede, in der noch einmal jeder Teilnehmer eine Minute sprechen darf und seine Argumente zusammenfasst. Außerdem gibt es immer ein Pro- und ein Contra-Team. Die Jury kürt am Ende die Sieger, wobei besonders auf die Sachkenntnis, das Ausdrucksvermögen, die Gesprächsfähigkeit und Überzeugungskraft geachtet wird.

Den Landeswettbewerb gewannen Jan-Eric Fährich und Gregor Heilborn, beide aus Schwerin (Sekundarstufe I) sowie Michèlle Fischer aus Schwerin und Marinus Fislage aus Neubrandenburg (Sekundarstufe II). Am 14. Juni geht es für die Vier zum Bundeswettbewerb, wo sie versuchen werden, das Finale für sich zu entscheiden.

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