WM IN Wittenburg : Staplerfahrer balancieren Golfbälle

Ein solcher Parcours musste bei den Regionalmeisterschaften durchlaufen werden.  Fotos: StaplerCup
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Ein solcher Parcours musste bei den Regionalmeisterschaften durchlaufen werden. Fotos: StaplerCup

Der geschickteste und vor allem schnellste Gabelstaplerfahrer wird nächste Woche in Aschaffenburg gesucht - Zwei Teilnehmer aus MV

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13. September 2015, 09:00 Uhr

Viel Feingefühl und Geschick sind in der nächsten Woche gefragt, wenn der 11. Staplercup in Aschaffenburg den besten Fahrer Deutschlands kürt. Mit dabei sind zwei Teilnehmer aus Mecklenburg-Vorpommern: André Schulz aus Malchin und Stephan Leifels aus Körchow.

Für beide ist es nicht der erste Wettbewerb dieser Art. „Ich habe 2008 schon mal die Deutsche Meisterschaft im Staplerfahren gewonnen“, erzählt Leifels. Beim Vorentscheid in Rostock hat sich der gebürtige Körchower nun wieder für die diesjährige Deutsche Meisterschaft qualifiziert. Üben könne er nicht vor einem solchen Wettkampf, sagt Leifels, der seit 2004 bei Dr. Oetker Tiefkühlprodukte in Wittenburg als Lagersteuerer tätig ist. „Wichtig sind ein gutes Auge, Ruhe und Fingerspitzengefühl“, so Leifels.

Denn die Aufgaben erfordern viel Geschick: So werde beispielsweise an der Zinke des Gabelstaplers ein Tennisschläger angebracht, mit dem ein Golfball aufgenommen werden soll. Dieser muss nun auf dem Schläger an einem Verkehrshütchen vorbei balanciert werden und auf einer Ballablage abgesetzt werden. Und das alles geschieht unter Zeitdruck. Denn die Zeitmessung stoppt erst, wenn die Aufgabe erfüllt und der Gabelzinken wieder am Boden liegt, heißt es vom Veranstalter, der Linde Material Handling. „Wenn eine Pylone berührt wird, dann muss man sie wieder richtig hinstellen. Das kostet Zeit“, sagt Leifels. Aber nervös machen, lasse er sich davon nicht. Auch André Schulz sieht dem Wettkampf gelassen entgegen: „Siegen steht für mich nicht im Mittelpunkt. Ich möchte die goldene Mitte erreichen.“ Der 45-Jährige ist 2010 zum ersten Mal deutscher Meister geworden. „Ein Jahr zuvor habe ich bei der Regionalmeisterschaft teilgenommen. Dort bin ich an einem Parcours hängengeblieben und habe Zeit verschenkt. Dann war der Ehrgeiz da, es beim nächsten Mal besser zu machen“, sagt Schulz, der in der Internen Werkslogistik bei Pfanni in Stavenhagen (Mecklenburgische Seenplatte) arbeitet.

74 Staplerprofis werden von Donnerstag bis Samstag in drei Runden um den Titel kämpfen. Im Mittelpunkt des Wettkampfes steht die Einhaltung der geltenden Sicherheitsvorschriften, um so Arbeitsunfällen entgegenzuwirken. Neben der Suche des Deutschen Meisters wird auch der Titel des fähigsten Firmen-Teams sowie des International Team Champions unter den 20 Teilnehmernationen vergeben, sagt Annette von Wrisberg vom Pressebüro. Zudem werde erstmals die Deutsche Meisterschaft der Staplerfahrerinnen unter den zwölf besten Frauen der Regionalmeisterschaften ausgetragen. In MV haben jedoch keine Frauen daran teilgenommen, so Wrisberg.

Stephan Leifels und André Schulz freuen sich hingegen schon darauf, sich mit anderen Fahrern vor Ort zu messen und alte Bekannte wiederzusehen – und vielleicht sogar mit dem Titel Deutscher Meister 2015 nach MV zurückzukommen.

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