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Landeswettbewerb "Jugend forscht" in Rostock : Stammzellenforschung in der Stadthalle

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In der Rostocker Stadthalle startet heute der öffentliche Teil des 22. Landeswettbewerbs "Jugend forscht - Schüler experimentieren." Bereits gestern konnten wir einen ersten Blick auf die diesjährige Ausstellung werfen.

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erstellt am 21.Mär.2012 | 07:23 Uhr

Rostock | Unter dem Motto "Uns gefällt, was du im Kopf hast" startet heute in der Rostocker Stadthalle der öffentliche Teil des 22. Landeswettbewerbs "Jugend forscht - Schüler experimentieren." Bereits gestern konnte unsere Zeitung einen ersten Blick auf die diesjährige Ausstellung werfen.

"Im Moment befinden wir uns noch in der Aufbauwuselphase, aber zur Eröffnung wird die Ausstellung stehen", so die Patenbeauftragte des Wettbewerbs Heike Danker. Erstmals richtet der Energieversorger Wemag den MV-Landeswettbewerb gemeinsam mit den Stadtwerken Rostock aus. "Deshalb konnten wir auch die Stadthalle nutzen", so Danker.

"Leider mussten viele Teilnehmer kurzfristig absagen und auch die reduzierten Schülerzahlen merken wir deutlich", erklärt der Landeswettbewerbsleiter Dr. Frank Mehlhaff. Trotzdem treten auch in diesem Jahr wieder 93 Teilnehmer mit 46 Projekten zum Endausscheid in Rostock an, um sich für das Bundesfinale in Kiel zu qualifizieren. Die Sieger in den einzelnen Kategorien erhalten dann heute durch den Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur in MV, Mathias Brodkorb (SPD), ihre Auszeichnungen in Form von Geld-, Sach- und Sonderpreisen.

Dafür muss eine "Jugend forscht" Arbeit viele Kriterien erfüllen. Insgesamt 16 Jurymitglieder bewerten die Originalität der Idee, den Schwierigkeitsgrad, die Abgrenzung des Themas und den Alltagsbezug. Dass sich das Engagement lohnt, zeigen einige Erfolge der Jugendlichen auf dem Bundeswettbewerb und auch Patentanmeldungen sind im Bereich "Jugend forscht" nichts Unbekanntes mehr.

Ob sie es bis zu einem Patent bringen werden, wissen die drei Schülerinnen Franziska Burzaff, Susanne Braun und Beatrice Wollmann des Käthe Kollwitz Gymnasiums Rostock nicht, aber darum geht es ihnen auch nicht. Sie untersuchten den Einfluss des pH-Werts auf die Alterung von Stammzellen. "Es sind Tendenzen zu erkennen, dass Zellen unter besonderen pH-Werten langsamer altern", so Braun, die sich mit ihrem Experiment im Fachgebiet Biologie wohl Siegchancen ausrechnen kann. Ähnlich anspruchsvoll ist der Selbstbau eines Marxgenerators durch drei Schüler des Richard-Wossidlo-Gymnasiums Waren. Im Bereich Physik wollen sich die Elftklässler gegen ihre Konkurrenten durchsetzen. Dabei ist zumindest Quirin Ernst Niederreiter bereits ein Wiederholungstäter, was "Jugend forscht" angeht. "Ich habe bereits dreimal in Bayern teilgenommen. Es ist immer wieder eine schöne Erfahrung", so Niederreiter, der zusammen mit seinen Klassenkameraden Chistopher Kuhn und Sascha Schulze versucht hat, das funktionsfähige Gerät besonders günstig zu bauen.

Schon etwas für Technikexperten ist, was Florian Porath, Franz Klammer und Ben Reinholz als ihr Projekt auserkoren haben. "Da Solarzellen Halbleiter sind, deren Leistung mit steigenden Temperaturen sinkt, verlieren sie bis zu 35 Prozent ihrer Effizienz", so Reinholz. Dem wollen die Schüler der Werkstattschule Rostock mit einer Regenwasserkühlung entgegenwirken. "Dadurch würde ein Gewinn von 1,76 Euro pro Quadratmeter Solarzelle im Jahr entstehen", so Klammer.

Und auch die Jüngsten hat das Experimentierfieber gepackt. In ihrer eigenen Sparte "Schüler experimentieren" gingen zum Beispiel die beiden Warener Achtklässler Henning Venohr und Konstantin Volkmann der Frage nach, wie man bei einem Flug zum Mars bei einer sich verändernden Schwerkraft Pflanzen züchten könnte. "Dafür haben wir ein Gerät gebaut, das diese Bedingungen simuliert, und nachgewiesen, dass Pflanzen auch dort wachsen", erklärt Venohr.

Besucher haben heute noch zwischen 10 und 15 Uhr die Chance, die jungen Forscher und ihre Projekte persönlich kennenzulernen.

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