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Schweinemast in Medow : Stallneubau für 13 312 Tiere

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Nach dem Neubau einer in der Region umstrittenen Schweinezuchtanlage in Alt Tellin will der niederländische Investor jetzt auch seine schon 2006 in Betrieb gegangene Mastanlage in Medow bei Anklam deutlich erweitern.

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erstellt am 17.Apr.2012 | 10:41 Uhr

Stralsund/Anklam | Nach dem Neubau einer in der Region umstrittenen Schweinezuchtanlage in Alt Tellin will der niederländische Investor Adrian Straathof jetzt auch seine schon 2006 in Betrieb gegangene Mastanlage in Medow bei Anklam (Landkreis Vorpommern-Greifswald) deutlich erweitern. Den Plänen zufolge soll bis März 2013 ein zusätzliches Kompaktstallgebäude mit 13 312 Mastschweineplätzen errichtet werden. Geplant sind eine Güllelagerung unterhalb des Stallgebäudes, eine Anlage zur Reinigung der Stallabluft sowie der Bau eines Löschwasserbehälters, wie das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt Vorpommern gestern in Stralsund mitteilte. Die Unterlagen zur Umweltverträglichkeitsuntersuchung würden vom 23. April bis 22. Mai in der Stralsunder Dienststelle sowie im Amt Anklam-Land in Spantekow öffentlich ausgelegt, sagte Amtsleiter Eckhardt Wedewardt.

Die Medower Anlage verfügt derzeit über Kapazitäten für 1102 Sauen, 2 Eber und 426 ferkelführende Sauen. Darüber hinaus können bis zu 7900 Absatzferkel, 668 Jungsauen und 8960 Mastschweine gehalten werden. Vor fünf Jahren hatten die Behörden dem Betreiber wegen Überschreitung der Haltungskapazitäten mit Zwangsgeld, Teilstilllegung und Räumung gedroht. Damals sollen in der Anlage mehr als 22 500 Schweine gehalten worden sein, über 7000 Tiere mehr als seinerzeit genehmigt.

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) kritisierte die drastische Erweiterung. Mecklenburg-Vorpommerns Geschäftsführerin Corinna Cwielag sagte, es sei befürchten, dass Straathof in der Region sogar noch zwei weitere Schweinemastbetriebe installieren werde.

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