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Halter werden zur Kasse gebeten : Städte erhöhen Hundesteuer

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Rostock nimmt bereits 108 Euro für den ersten Hund – Schwerin und Neubrandenburg ziehen nach

von
erstellt am 26.Sep.2014 | 07:59 Uhr

Die großen Städte in Mecklenburg-Vorpommern sind finanziell auf den Hund gekommen und wollen mit Steuererhöhungen für Vierbeiner ihre Haushaltslöcher sanieren. Schwerin und Neubrandenburg beabsichtigen, ihre Hundehalter ab Januar 2015 verstärkt zur Kasse zu bitten. Rostock hat bereits zu Jahresbeginn die Steuern drastisch um 28 Prozent erhöht. In der Hansestadt zahlt der Hundehalter für das erste Tier inzwischen 108 Euro im Jahr und damit beispielsweise 18 Euro mehr als in Hamburg. Für den zweiten Vierbeiner kommen in Rostock noch einmal 144 Euro hinzu und für einen als gefährlich klassifizierten Hund werden 468 Euro verlangt. Mehreinnahmen von 180 000 Euro fließen mit der Steuererhöhung in die Stadtkasse.

Schwerin erhofft sich mit der Anhebung der Hundesteuer 2015 Mehreinnahmen von 41 650 Euro im Jahr. „Der neue Steuersatz steht noch nicht fest“, sagte gestern Stadtsprecherin Michaela Christen. Einer generellen Erhöhung habe die Stadtvertretung in ihrer letzten Sitzung aber bereits zugestimmt. Gegenwärtig werde die Hundesteuersatzung überarbeitet. In der Landeshauptstadt waren bisher für den ersten Hund 90 Euro, für den zweiten 200 Euro und für jeden weiteren Hund 350 Euro fällig. Die Steuer für einen gefährlichen Hund beträgt 700 Euro. In Schwerin sind gegenwärtig 2965 Hunde gemeldet, davon sind acht als gefährlich klassifiziert.

In Neubrandenburg sollen für den ersten Hund ab Januar 2015 statt 90 Euro dann 96 Euro und für den Zweithund 150 statt 140 Euro gezahlt werden. Die Stadt hofft auf Mehreinnahmen in Höhe von rund 17 400 Euro.

Viele Hundehalter reagieren auf die Steuererhöhung mit Unverständnis. Matthias Thiel aus Schwerin fragte auf unserer Facebook-Seite: „Was wird für die 90 Euro Hundesteuer, die ich jedes Jahr zahle, getan? Warum werden den Hundehaltern nicht dafür Kotbeutel zugesandt? In Warnitz gibt es keinen Spender mit Beuteln.“

Jeannine Rösler, Finanzexpertin der Linken im Schweriner Landtag, mahnt eine moderate Steueranhebung an: „Schließlich ist ein Hund nicht selten ein wichtiges Familienmitglied oder sogar der einzige Begleiter für Alleinstehende.“

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