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Ortsumfahrung Hagenow : Stadt will sich mit Nein nicht abfinden

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Die auf „die lange Bank" geschobene Ortsumgehung im Zuge der B 321 ist eines der viel diskutierten Themen auf der Stadtvertretung gewesen. Grund ist die Verschiebung des Projektes auf den Sankt-Nimmerleinstag.

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erstellt am 07.Feb.2012 | 11:07 Uhr

Hagenow | Die auf "die lange Bank" geschobene Ortsumgehung im Zuge der B 321 ist eines der viel diskutierten Themen auf der jüngsten Stadtvertretung gewesen. Grund ist die Verschiebung des Projektes auf den Sankt-Nimmerleinstag. Offiziell steht die Umgehung nicht mehr im Investitionsrahmenplan der Bundesregierung. Damit kann das auf mehr als 14 Millionen Euro geschätzte Projekt erst ab 2015 realisiert werden, wenn überhaupt.

Auch die letzte Hoffnung, doch noch auf die Prioritätenliste zu kommen, scheiterte vergangene Woche. Da waren bundesweit noch einmal 600 Millionen Euro für Straßenbaumaßnahmen verteilt worden. Mecklenburg-Vorpommern bekam einen Nachschlag von gerade einmal elf Millionen, die Hagenower Ortsumgehung war nicht dabei.

Bürgermeisterin Gisela Schwarz gab sich auf der jüngsten Sitzung der Stadtvertreter kämpferisch. Hagenow werde sich mit einem Nein nicht abfinden.

"Als wir am 17. Dezember mit Befremden der Presse entnehmen mussten, dass die Entscheidung zur Finanzierung des Bauvorhabens um mehrere Jahre, voraussichtlich auf das Jahr 2015 verschoben wird, haben wir am 22. Dezember ein Schreiben an das Bundesverkehrsministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung gesendet.Hierin brachten wir den Unmut über die Entscheidung zum Ausdruck und dass sich die Stadt Hagenow mit dieser Entscheidung nicht abfinden wird. Darauf hat nunmehr das Bundesministerium geantwortet, aber nicht mit einer für die Stadt zufriedenstellenden Antwort hinsichtlich eines frühzeitigeren Maßnahmebeginns. Hieraus ergibt sich, dass eine Abstimmung mit dem Landesministerium für Energie, Infrastruktur und Landesentwicklung M-V notwendig wird", heißt es wörtlich im Bericht der Bürgermeisterin dazu.

Zuvor war die Umgehungsstraße auch in der Bürgerfragestunde ein wichtiges Thema.

Betroffen sind vor allem die Anwohner Hagenows am jetzigen Verlauf der B 321. Vor allem die Verkehrsbelastung in der Hagenower Tarnow- und in der Feldstraße sind unbestritten. Der Unmut dort ist groß, wie die Schweriner Volkszeitung mehrfach berichtete.

Wie die Anwohner beobachten, ist die Verkehrsbelastung in den vergangenen Jahren immer weiter gestiegen. Vor allem der Lkw-Verkehr habe zugenommen, vielfach seien es die so genannten Maut-Flüchtlinge, die hier entlang fahren. Morgens und abends rollten die meisten Fahrzeuge.

Nach den nahezu abgeschlossenen Planungen sollte die Umgehungsstraße zwischen Sudenhof und der Stadt nahe des Wasserturms beginnen und im möglichst engen Bogen durch die Bekow um die Stadt führen, bevor sie hinter dem Kietz nahe der Zufahrt zur Kaserne wieder die Bundesstraße erreicht hätte. Unumstritten waren die Planungen jedoch nie, es gab und gibt auch eine ganze Menge Gegner des Projektes.


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