Force Attack: Erste Gäste verwiesen : Stadt Stavenhagen stoppt Punk-Party

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Das Punk-Festival "Force Attack" wird es nach Angaben der Stadt auch in Stavenhagen nicht geben - selbst wenn es als Privatfeier deklariert ist. Bereits am Donnerstag wurden die ersten etwa 30 Gäste des Ortes verwiesen.

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26. Juli 2012, 06:59 Uhr

Das Punk-Festival "Force Attack" wird es nach Angaben der Stadt auch in Stavenhagen (Kreis Mecklenburgische Seenplatte) nicht geben - selbst wenn es als Privatfeier deklariert ist. "Es gibt für solch eine Veranstaltung kein Sicherheitskonzept des Veranstalters, auch der Eigentümer des Tankhauses hat die Auflagen für sein Gebäude nicht umgesetzt", sagte Bürgermeister Bernd Mahnke (parteilos) am Donnerstag. Unter Hinweis auf das Love Parade-Unglück in Duisburg betonte er: "Wir können da nicht tatenlos zusehen, ein Duisburg reicht doch wohl."

Bereits am Donnerstag wurden die ersten etwa 30 Gäste durch Stadt und Polizei von einer Wiese gegenüber dem Veranstaltungsort verwiesen, wo sie illegal zelteten. Auf dem Tankhausgelände sollten ab Freitag bei dem als "private Soli-Party" deklarierten Punkfest über drei Tage 45 Bands auftreten. Die Veranstalter selbst gehen nach eigenen Angaben weiter davon aus, dass die Party stattfindet und rufen im Internet zum Mitfeiern auf. Sie erwarteten rund 2000 Gäste.

"Wir haben bis heute keine Anmeldung und nur aus dem Internet davon erfahren", sagte Mahnke. Im Gespräch mit Veranstalter und Tankhaus-Besitzer habe es weder eine Einigung noch Erklärungen zur Sicherheit gegeben. Mahnke machte deutlich, dass die Stadt das Veranstaltungsverbot auch mit Hilfe der Polizei durchsetzen werde.

Ein Bußgeld sei den Verantwortlichen bereits angedroht worden.

Das Punk-Fest hatte bisher in Klingendorf bei Rostock stattgefunden, was dieses Jahr aber an Sicherheitsproblemen scheiterte. Beim leerstehenden Tankhaus, wo vor Jahren Szenemusikfeste stattfanden, müssen laut Mahnke die Dachkonstruktion verbessert und die Elektroanlage erneuert werden.

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