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Mecklenburg-Vorpommern

18. November 2017 | 05:50 Uhr

Schwerin : Stadt packt Parkplatz-Problem an

vom

Autofahrer sind genervt, Ordnungshüter haben alle Hände voll zu tun. Die Parkplatzsituation in Schwerins Innenstadt bleibt angespannt. Jetzt will die Stadt eingreifen und den ruhenden Verkehr neu ordnen.

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erstellt am 15.Nov.2011 | 06:10 Uhr

Schwerin | Autofahrer sind genervt, Ordnungshüter haben alle Hände voll zu tun. Die Parkplatzsituation in Schwerins Innenstadt bleibt angespannt. Jetzt will die Stadt eingreifen und den ruhenden Verkehr neu ordnen: Sie will mehr Spielräume schaffen und die vorhandenen ausweiten. Grundlage dafür ist eine neue Parkgebührenordnung, die derzeit in den Fachausschüssen diskutiert wird.

Kurzzeitparken

Für schnelle Erledigungen wie etwa den Sprint zum Brötchenbäcker sollen Autofahrer ihr Fahrzeug künftig bis zu 30 Minuten kostenlos abstellen - allerdings "nur punktuell", sagt Bernd-Rolf Smerdka, Leiter des Amtes für Verkehrsmanagement. Das gelte keineswegs für das gesamte Stadtgebiet und alle Parkflächen. Also heißt es auch künftig: weiter Schilder lesen.

Entscheidende Mindereinnahmen durch Kurzzeitparker erwartet die Stadt Smerdka zufolge nicht.

Neue Gebühren

Die Verwaltung will die Parkgebühren in der Landeshauptstadt an das anvisierte Kurzzeitparken anpassen, in dem sie nicht mehr pro halbe, sondern pro volle Stunde abkassiert.

In der so genannten Parkzone 1, zu der alle Straßen innerhalb des Ringes einschließlich der Knaudt- und der Werderstraße, des Obotritenringes, der Graf-Schack-Allee und des Ostorfer Ufers gehören, kostet eine Stunde Autoabstellen dann einen Euro statt bisher 50 Cent für eine halbe Stunde. Im Rest des Stadtgebietes müssen Autofahrer fünfzig Cent pro Stunde berappen.

Tagestickets

Einen Feldversuch startet die Verwaltung voraussichtlich mit den Tagestickets. "Wir wollen sie in den Randbereichen der Anwohnerparkzonen anbieten", sagt Smerdka. Ob das Angebot angenommen werde, könne er noch nicht voraussagen. Zwischen zwei und fünf Euro will die Stadt für ein Tagesparkticket verlangen.

Anwohnerparken

Die meisten Parkplätze im Innenstadtbereich sollen für die Schweriner reserviert werden. Mit den so genannten Anwohnerparkzonen habe die Stadt bislang gute Erfahrungen gemacht, teilt die Stadtverwaltung mit. "Immer mehr Schweriner wollen vor ihrer Tür parken und fordern eine Ausweitung der Zonen", sagt OB Angelika Gramkow. Die Verwaltung will auch die Feldstadt demnächst zu einer Anwohnerparkzone erheben.

Kritische Töne

Die Anwohnerparkzonen verdrängen Pendler und Besucher immer mehr in Stadtbereiche, in denen diese Zonen noch nicht existieren, wie die Feld- oder die Weststadt. Das Parkproblem werde auf diese Art nicht beseitigt, meint Silvio Horn, Fraktionsvorsitzender der Unabhängigen Bürger. Solange nicht beispielsweise der Nahverkehr umsteuert und attraktive Pakete für Einpendler schafft, werde das Parkproblem nicht gelöst, sondern nur verschoben. "Mittlerweile ist die gesamte Stadt mit Ausnahme der Neubaugebiete bereits eine einzige Parkzone", sagt der Kommunalpolitiker weiter.

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