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Chef von German Pellets im Visier : Staatsanwalt ermittelt gegen Holzmanager

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Verdacht des Subventionsbetruges, Kreditbetruges, Betruges und der unrichtigen Darstellung von Bilanzen: Schon wieder ist ein Manager in Mecklenburg-Vorpommern ins Visier der Strafverfolgungsbehörden geraten.

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erstellt am 30.Jul.2013 | 06:21 Uhr

Schwerin | Verdacht des Subventionsbetruges, Kreditbetruges, Betruges und der unrichtigen Darstellung von Bilanzen: Schon wieder ist ein Manager in MV ins Visier der Strafverfolgungsbehörden geraten. Die Staatsanwaltschaft Schwerin ermittelt seit fast eineinhalb Jahren gegen den 56-jährigen geschäftsführenden Gesellschafter eines holzverarbeitenden Betriebes in Wismar, teilte die Behörde gestern mit. Dabei soll es sich um den Chef des Holzverarbeiters German Pellets, Peter H. Leibold, handeln. Eine Unternehmenssprecherin bestätigte Ermittlungen gegen den Gesellschafter. Leibold selbst war gestern für eine Stellungnahme nicht erreichbar. Firmensprecher Michael Walewski wies aber alle Anschuldigungen zurück: "An den Vorwürfen ist nicht dran."

Dem Ex-Chef des mit einer umstrittenen Millionenbürgschaft des Bundes aufgebauten Großsägewerkes Klausner in Wismar werde aufgrund von Hinweisen eines Mitbewerbers vorgeworfen, zwischen 2007 und 2009 öffentliche Fördermittel, teilweise durch Abgabe falscher Belege in Anspruch genommen zu haben, so die Staatsanwaltschaft. Darüberhinaus soll der 56-Jährige gegenüber Banken und einer Versicherung falsche Angaben gemacht haben, um die Banken 2007 zu einer Fortführung ihres Engagements zur Konsolidierung des Unternehmens zu bewegen bzw. eine Versicherungsleistung aufgrund eines Brandes im Werk in 2009 zu erhalten. Möglicherweise habe kein Anspruch auf die Versicherungsleistung bestanden. Ferner soll der Beschuldigte die Bilanz für das Geschäftsjahr 2007 unterzeichnet und veröffentlicht haben, obwohl es Anhaltspunkte dafür gab, dass diese in Teilen fehlerhafte Werte aufwies. "An keinem Vorwurf ist etwas dran", sagte Firmensprecher Walewski. Bisher gebe es lediglich einen Anfangsverdacht, der sich auch noch zerschlagen könne, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Stefan Urbanek. Es seien umfangreiche Geschäftsunterlagen und Beweismittel auszuwerten.

Im Oktober 2009 war eine Fabrik zur Herstellung von Holzpellets in Flammen aufgegangen. Das Feuer hatte einen Millionenschaden verursacht. Bereits ein Jahr zuvor hatte es im Werk gebrannt. An einer Pelletieranlage war ein Schaden von 100 000 Euro entstanden.

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