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FC Hansa Rostock : St. Pauli zum Dank seine Karten überlassen

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Der FC St. Pauli profitiert von der Aussperrung der Gäste-Fans beim Spiel gegen die Hansestädter. Die Hamburger dürfen die 2500 Tickets für die Partie am Sonntag im Millerntor-Stadion an die eigenen Fans verkaufen.

svz.de von
erstellt am 18.Apr.2012 | 12:04 Uhr

Hamburg | Der FC St. Pauli profitiert von der Aussperrung der Gäste-Fans beim Spiel der 2. Fußball-Bundesliga gegen den FC Hansa. Die Hamburger dürfen die 2500 Tickets für die Partie am Sonntag (13.30 Uhr) im Millerntor-Stadion an die eigenen Fans verkaufen. Sowohl die Rostocker als auch die Deutsche Fußball Liga (DFL) stimmten gestern zu.

Tags zuvor hatte das Hamburger Oberverwaltungsgericht die Rechtmäßigkeit einer Polizei-Verfügung bestätigt (NNN berichteten ausführlich). Diese besagt, dass der FC St. Pauli aus Sicherheitsgründen keine Tickets an den FC Hansa abgeben darf. Dagegen hatte der Hamburger Verein erst vor dem Verwaltungs- und dann auch vor dem Oberverwaltungsgericht geklagt.

Die Polizei begründet ihre Entscheidung mit ständigen gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Fans beider Clubs. St. Pauli lässt nun stellvertretend für den gesamten Profi-Bereich gerichtlich klären, ob staatliche Organe das Recht haben, in die Belange von Fußball-Vereinen einzugreifen.

Der FC Hansa bedankte sich mit der Freigabe der Karten bei den Hamburgern für deren Engagement. "Da der FC St. Pauli trotz aller Rivalität weder Kosten noch Mühen scheute, gegen die Verfügung vorzugehen, setzen wir mit dieser Maßnahme ein Zeichen. Wir wissen die Bestrebungen der Gastgeber zu schätzen und bedanken uns dafür. Ohne eigene Fans im Rücken macht es für uns kaum einen Unterschied, ob wir vor 25 000 oder 22 500 Paulianern spielen", sagte FCH-Vorstandsvorsitzender Bernd Hofmann und betonte: "Der finale Beschluss des Oberverwaltungsgerichts Hamburg schmerzt uns sehr. Das ist ein trauriger und bedenklicher Präzedenzfall. Dadurch erleiden wir in diesem Spiel, in dem es für beide Vereine um sehr viel geht, einen erheblichen Wettbewerbsnachteil."

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