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Champions League Volleyball : SSC probiert in Cannes taktische Varianten aus

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Die Volleyballerinnen vom Schweriner SC haben am Donnerstag das Champions-League-Spiel beim französischen Meister RC Cannes deutlich mit 0:3 verloren. Aber diese Niederlage hatte SSC-Trainer Teun Buijs einkalkuliert.

svz.de von
erstellt am 15.Dez.2011 | 11:05 Uhr

Schwerin/Cannes | "Wir nehmen die Erfahrung mit, wie schnell man Volleyball spielen kann", meinte SSC-Trainer Teun Buijs Donnerstag Abend am Handy gegenüber unserer Redaktion. Zuvor hatten seine Volleyballerinnen vom Schweriner SC das Champions-League-Spiel beim französischen Meister RC Cannes deutlich mit 0:3 (-11, -14, -15) verloren. Aber diese Niederlage hatte der Niederländer einkalkuliert. Denn er musste gestern auf seine beiden Außenangreiferinnen Mira Topic (flog wegen Beschwerden am Rücken und am Ellenbogen erst gar nicht mit nach Südfrankreich) und Anne Buijs (wieder Schmerzen im Knie) verzichten. "Wir wollten kein Risiko eingehen. In kürzester Zeit haben wir noch sieben wichtige Spiele", so der SSC-Trainer.

So setzte er auf Außen Julia Retzlaff und Hiroko Hakuta. Damit hatte er auch einen Plan: Diese beiden und Libero Lisa Thomsen sollten mit einer guten Annahme auf Zuspielerin Denise Hanke, das SSC-Angriffsspiel schnell machen. "Das hat nicht ganz so geklappt." Zudem hatte der Coach auf Diagonal mit Krystle Esdelle anstatt mit Patricia Thormann angefangen. "Das hat ja bei Villa Cortese ganz gut funktioniert." Nur gestern Abend war es nicht so effektiv. Später wirkte auch die gebürtige Schwerinerin mit.

Man darf allerdings nicht vergessen, wer den SSC-Damen da am Netz gegenüberstand. Allein die beiden Mittelblockerinnen Victoria Ravva (Frankreich) und die Serbin Milena Rasic zogen mit ihren Schnellangriffen über die Mitte dem SSC schnell den Zahn. Auch den Angreiferinnen Tina Samec, Tetyana Kozlova sowie Nadia Centoni auf Außen und Diagonal hatten die Schwerinerinnen nicht viel entgegenzusetzen. Cannes zog voll durch. "Die haben bis zum Ende konzentriert gespielt. Das ist halt europäische Top-Klasse. Hier sind 3000 Leute, die wollen alle, dass die Mannschaft ins Final Four kommt und dann in Cannes spielt", weiß Teun Buijs. Für ihn war es deshalb wichtig, dass er einiges ausprobieren konnte und in die nationalen Wettbewerbe mitnehmen kann. Und das tat er auch. Libero Lisa Thomsen setzte er nur in der Annahme ein, in der Feldabwehr brachte er Youngster Joanna Gallas. Die Gymnasiastin durfte Mitte des dritten Satzes dann auch noch in der Annahme ran. Und auch die zweite Zuspielerin Tanja Joachim bekam Mitte des dritten Durchgangs noch ihren Einsatz.

Der SSC versuchte, wie schon am Montag im Pokal gegen Hamburg, über die Mitte mit Schnellangriffen von Anja Brandt und Hanne Haugen Aas sowie später mit Berit Kauffeldt zum Erfolg zu kommen. Das ein oder andere Mal klappte das ordentlich. "Wir haben viele taktische Möglichkeiten, deshalb habe ich heute einiges ausprobiert. Nur gegen Cannes reicht es eben nicht", so Buijs, der heute mit dem Team schon um 7 Uhr aus Cannes zurück über Zürich nach Berlin fliegt.

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