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Schweriner SC : SSC-Damen kämpfen um jeden Punkt

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Die Enttäuschung stand den Volleyballerinnen ins Gesicht geschrieben. Sie hätten sich mehr erhofft, sagte eine Spielerin nach dem 0:3 am Dienstag Abend im fünften Champions-League-Spiel gegen Villa Cortese.

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erstellt am 10.Jan.2012 | 10:37 Uhr

Schwerin | Die Enttäuschung stand den Volleyballerinnen des Schweriner SC ins Gesicht geschrieben. "Wir hatten uns mehr erhofft", sagte kurz und knapp Zuspielerin Denise Hanke nach dem 0:3 (-21, -22, -17) gestern Abend im fünften Champions-League-Spiel der Gruppe A gegen die Italienerinnen von Villa Cortese. 1525 Zuschauern in der Sport- und Kongresshalle sahen einen deutschen Meister, der sich zwar nie aufgab und toll kämpfte, aber letztendlich auf verlorenem Posten stand.

"Wir sind ja gar nicht so schlecht gestartet. Aber wir waren schon noch ein bisschen nervös oder verkrampft", meinte Libero Lisa Thomsen. In der Tat. Als Außenangreiferin Anne Buijs den Ball im gegnerischen Feld versenkte, stand es 7:5. Doch es sind die Kleinigkeiten, die den SSC immer wieder aus dem Konzept brachten. Ob die Angriffe knapp ins Aus gingen oder aber Mira Topic geblockt wurde, Villa Cortese kam so zum 10:7. In der Folge lief es nicht besser und die Gäste konnten auf 22:16 erhöhen. Doch die Schwerinerinnen kämpften und zwangen ihrerseits den italienischen Vizemeister zu Fehlern: nur noch 21:23. Doch es sollte nicht sein. Corteses Beste, die kanadische Dia gonalspielerin Sarah Pavan hämmerte einen Angriff zum 25:21 ins Feld. Auch versuchte Schwerin mit druckvollen Aufschlägen, den Gegner zu Fehlern zu zwingen. Doch dazu mussten die SSC-Damen hohes Risko gehen und verschlugen so fünf Aufschläge im ersten Satz.

In Durchgang zwei dachte man beim 5:10, es wird eine schnelle Angelegenheit für die Gäste. Aber die SSC-Volleyballerinnen wollten sich nicht so leicht geschlagen geben und starteten eine fulminante Aufholjagd. Da sah man das Können des SSC aufblitzen mit taktischen Finessen wie zum Beispiel den gegnerischen Block anschlagen. In dieser Phase überzeugten Berit Kauffeldt, Patricia Thormann und Anja Brandt im Angriff. Der SSC ging mit 15:14 in Führung. Und es blieb in der Folge eng. Die Schützlinge von Teun Buijs wehrten sich nach besten Kräften, kämpften um jeden Punkt. Doch das bessere Ende hatten dann doch die Gäste wieder für sich. "Wir haben um jeden Punkt kämpfen müssen, haben nie einen guten Rhythmus gefunden. Da muss man aber auch sagen, das ist ein Verdienst von Cortese. Die haben sehr gut gespielt", sagte Lisa Thomsen.

In Durchgang drei ein ähnliches Bild. Cortese zog das Tempo an: 16:11. Aber auch jetzt gaben sich die Mecklenburgerinnen nicht auf. Nach einem Block von Anja Brandt war der SSC beim 15:17 erneut auf Schlagdistanz. Doch dann kamen auch noch umstrittene Schiedsrichterentscheidungen dazu. Der Slowake Peter Bajci pfiff äußerst kleinlich, das war aber sicher nicht spielentscheidend. So war es dann am Ende ein 3:0-Erfolg für Villa Cortese. "Man muss realistisch sein, Cortese ist eine Spitzenmannschaft. Wir machen viele kleine Fehler und das ist gegen einen solchen Gegner entscheidend", so SSC-Trainer Teun Buijs, dem man die Enttäuschung ein wenig ansah. Sein Gegenüber Marcello Abbondanza hingegen war zufrieden: "Mein Team hat sehr gut gespielt, wir waren immer fokussiert. Für uns war es wichtig, hier zu gewinnen, um in der Champions League das Achtelfinale zu erreichen." Das ist mit der gestrigen Niederlage für den Schweriner SC außer Reichweite. Am nächsten Dienstag haben die SSC-Damen ihren letzten Auftritt in der Königsklasse in dieser Saison bei Eczacibasi Istanbul. Danach geht es auf europäischer Bühne im CEV-Pokal weiter.


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