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Mecklenburg-Vorpommern

22. November 2017 | 23:22 Uhr

Spur führt ins Ausland

vom

svz.de von
erstellt am 06.Dez.2008 | 10:11 Uhr

Rostock | Im Mordfall Christin M. haben Polizei und Staatsanwaltschaft nach eineinhalb Jahren endlich eine heiße Spur. Bisher waren die Ermittler immer davon ausgegegangen, dass der Mörder ein Einheimischer sein muss und aus der Umgebung des Tatortes in der Nähe von Kröpelin (Landkreis Bad Doberan) stammt. Bei drei freiwilligen Massen-Gentests wurden immerhin 6566 Speichelproben von Männern genommen und analysiert. Ohne Ergebniss.

Gestern der Paukenschlag: Verfeinerte rechtsmedizinische Untersuchungen hätten jetzt zu einer weiteren DNA-Spur des mutmaßlichen Mörders geführt, sagte Oberstaatsanwalt Peter Lückemann. Als die neue Spur mit DNA-Mustern in allen Datenbanken Europas verglichen wurde, habe es Treffer in mehreren Staaten gegeben. Allerdings sei dies nur Spuren von Tatorten gewesen, der Träger dieser DNA selbst bleibt weiter unbekannt. Die Spuren in den internationalen Datenbanken seien nach verschiedenen Straftaten genommen worden, darunter auch Gewalttaten. Weitere Details zu den DNA-Spuren im Ausland wurden aus ermittlungstaktischen Gründen nicht bekanntgegeben.

Im Juli 2007 waren die 36-jährige Krankenschwester und ihr damals fünfjähriger Sohn auf dem Heimweg vom Kindergarten in einem Wald bei Kröpelin von einem Unbekannten überfallen worden. Die Frau wurde durch Schläge mit einem Ast so schwer verletzt, dass sie am nächsten Tag starb. Ihr Sohn überlebte mit schweren Verletzungen.

Dem Mord in Kröpelin, der nach früheren Aussagen eines Ermittlers wegen seiner "unglaublichen Brutalität ein außergewöhnlicher Fall" ist, folgte eine der umfangreichsten Fahndungen in der Geschichte Mecklenburg-Vorpommerns. Fahndungsaufrufe im Fernsehen, die Bearbeitung von mehr als 700 Hinweisen aus der Bevölkerung und eine Belohnung von 5000 Euro für Hinweise auf den Täter führten allerdings zu keinem Ergebnis.

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