Hafenwirtschaft : Spürbar weniger Güter in Rostocks Seehafen umgeschlagen

Im Seehafen Rostock wird der Massengutfrachter Clia mit Weizen beladen. Der Seehafen Rostock stellt seine Halbjahresbilanz 2018 vor.
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Im Seehafen Rostock wird der Massengutfrachter Clia mit Weizen beladen. Der Seehafen Rostock stellt seine Halbjahresbilanz 2018 vor.

Der größte Hafen im Nordosten muss im ersten Halbjahr deutliche Umschlagrückgänge verzeichnen. Problematisch sei das aber nicht. Zugelegt hat vor allem der Fährverkehr.

svz.de von
12. Juli 2018, 20:30 Uhr

Der Frachtumschlag im Rostocker Seehafen ist im ersten Halbjahr um 800 000 Tonnen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zurückgegangen. Von Januar bis Ende Juni wurden 13 Millionen Tonnen umgeschlagen, wie Rostock Port-Geschäftsführer Gernot Tesch am Donnerstag sagte. Gut zwei Drittel davon entfallen den Angaben zufolge auf den Fähr- und RoRo-Verkehr, der selbst jedoch um sieben Prozent auf 8,7 Millionen Tonnen zulegte. Die Zahl der beförderten Passagiere stieg um 50 000 auf 1,05 Millionen.

Zuwächse in allen Bereichen des rollenden Verkehrs hätten die Verluste bei den tonnenintensiven Gütern wie Getreide, Kohle und Zement jedoch nicht auffangen können. Die Getreiderückgänge seien durch die zuletzt nur mittelmäßigen Ernten begründet, der Rückgang bei Kohle komme vor allem zustande, weil das Rostocker Kraftwerk weniger davon benötige. Durch die gute Baukonjunktur in Deutschland müssten Zementhersteller zudem weniger exportieren.

Auch bei Flüssig- und Schüttgütern wurden laut Hafen jeweils Rückgänge von rund 25 Prozent verzeichnet. Im Stückgutbereich seien es 19 Prozent. Dies alles seien aber saisonale und konjunkturelle Schwankungen, die den Hafen vor keine größeren Probleme stellten.

Für die kommenden Monate sind laut Hafen Bauarbeiten unter anderem an den Fähr- und Kreuzfahrtterminals geplant. So sollen ein bestehender Fährliegeplatz vergrößert und ein weiterer neu aufgebaut werden. Dadurch sollen größere Schiffe abgefertigt werden können.

Auf der anderen Seite des Hafens, in Warnemünde, soll an den Kreuzfahrtterminals mit der Erweiterung des Seetouristischen Informations- und Organisationszentrums begonnen werden. Insgesamt sind für das laufende Jahr 207 Kreuzfahrtanläufe geplant, so viele wie nie zuvor. In Kürze sollen außerdem die Vorbereitungen für eine neue Anschlussstelle an die Autobahn 19 abgeschlossen sein, die spätestens ab 2019 gebaut werden soll. Auch mit dem Neubau eines sanierungsbedürftigen Schüttgutliegeplatzes sei begonnen worden.

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