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Aufregung in Stralsunder Altstadt : Sprengstoff-Paket im Bauamt

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Ein Sprengstoff-Fund im Stralsunder Bauamt hat gestern das öffentliche Leben in einem Teil der Altstadt für Stunden lahmgelegt. Der Hausmeister hatte das Paket im Eingangsbereich entdeckt und die Polizei alarmiert.

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erstellt am 16.Aug.2012 | 07:06 Uhr

Stralsund | Ein Sprengstoff-Fund im Stralsunder Bauamt hat gestern das öffentliche Leben in einem Teil der Altstadt für Stunden lahmgelegt. Der Hausmeister hatte das Paket gegen 7 Uhr im Eingangsbereich des Amtes entdeckt und die Polizei alarmiert. Daneben war ein gegen den Amtsleiter und Vize-Oberbürgermeister Dieter Hartlieb (CDU) gerichteter Brief mit beleidigendem Inhalt deponiert, wie der Stralsunder Oberstaatsanwalt Ralf Lechte sagte. Das Paket enthielt Sprengstoff, allerdings ohne Zünder. Die Behörde ermittelt inzwischen gegen Unbekannt wegen der öffentlichen Androhung einer Straftat. Über die möglichen Täter gebe es keine Erkenntnisse.

Der Munitionsbergungsdienst hatte den mit Klebeband verschlossenen Karton dreieinhalb Stunden nach dem Fund "kontrolliert entschärft". Augenzeugen berichteten von einem dumpfen Knall. Um welchen Sprengstoff es sich handelte, teilten die Ermittler nicht mit. Der Fund führte zu Einschränkungen des öffentlichen Verkehrs. Bauamt, Musikschule und zwei Wohnhäuser mussten geräumt werden. Die Badenstraße - die Verbindung zwischen Hafeninsel und Markt - war auf einer Länge von 100 Metern komplett gesperrt.

Die Staatsanwaltschaft prüft auch einen Zusammenhang mit einem Überfall auf Harlieb Anfang Juli. Damals war der Bauamtsleiter auf dem Weg zur Arbeit von einem Unbekannten mit einem Totschläger attackiert worden. Hartlieb erlitt eine Platzwunde am Kopf und Prellungen am Körper. Bisher konnte der Täter nicht ermittelt werden.

Bei dem Motiv tappen die Ermittler noch im Dunkeln. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft liegen keine Anzeigen gegen Hartlieb vor, aus denen sich ein mögliches Motiv ableiten ließe. Auch das Schreiben neben dem Sprengstoff-Paket enthielt Lechtes Angaben zufolge keine Hinweise auf ein Motiv.

Stralsunds Oberbürgermeister Alexander Badrow (CDU) verurteilte die Tat. "Es ist absolut verabscheuungswürdig, Menschen vorsätzlich in Angst zu versetzen", sagte Badrow.

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