Bildungswesen MV : Sprachdefizite bei Erstklässlern

Etwa ein Viertel aller Schulanfänger in MV bekam im vergangenen Jahr Sprachtherapien.

svz.de von
29. Dezember 2016, 05:00 Uhr

Fast ein Viertel aller Schulanfänger in Mecklenburg-Vorpommern hat im vergangenen Jahr eine Sprachtherapie bekommen. Jungen hätten häufiger Defizite in der Sprachentwicklung als Mädchen, teilte die AOK Nordost gestern unter Berufung auf den Heilmittelreport 2016 des Wissenschaftlichen Instituts der Krankenkasse mit. Von den sechsjährigen Jungen im Land hätten 27,1 Prozent eine Sprachtherapie bekommen, von den Mädchen seien es 19,8 Prozent gewesen.

Damit liegt der Anteil der betroffenen Kinder vergleichsweise hoch. Bundesweit erhielten den Angaben zufolge 23,7 Prozent der sechsjährigen Jungen rund um den Schulbeginn eine Sprachtherapie, bei den Mädchen waren es 16,2 Prozent.

Im Nordosten gibt es deutliche regionale Unterschiede: Den niedrigsten Wert bei sechsjährigen Kindern mit Sprachtherapie verzeichne die Stadt Neubrandenburg mit einem Anteil von 14,9 Prozent. Die meisten Sprachtherapien erhielten die Schulanfänger aus der Region Güstrow (31 Prozent).

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen