Klocksdorf : Sporttaucher helfen bei Steg-Reparatur

Alle Sturmschäden beseitigt: Frank Presch und Mark Buchholz (r.) entsteigen nach fast einer Stunde im Wasser dem Röggeliner See. Foto: Felix Alex
Alle Sturmschäden beseitigt: Frank Presch und Mark Buchholz (r.) entsteigen nach fast einer Stunde im Wasser dem Röggeliner See. Foto: Felix Alex

Etwas mit Schlamm bedeckt, aber sichtlich zufrieden mit ihrer Arbeit waren die zwei Taucher, als sie zurück zum Ufer des Röggeliner Sees wateten. „Alles gut geklappt und wieder etwas dazugelernt“, war das Fazit der beiden.

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16. Juli 2012, 12:01 Uhr

Etwas mit Schlamm bedeckt, aber sichtlich zufrieden mit ihrer Arbeit waren die zwei Taucher, als sie zurück zum Ufer des Röggeliner Sees wateten. „Alles gut geklappt und wieder etwas dazugelernt“, war das einstimmiges Fazit der beiden.

Eine Stunde zuvor hatten sie noch weniger optimistisch geklungen. „Wir wissen noch nicht, was uns erwartet und wo wir überhaupt tauchen“, schilderte Mark Buchholz die Ausgangslage. Notwendig war der Arbeitseinsatz geworden, nachdem der Boots- und Badesteg vor wenigen Wochen bei einem Sturm dermaßen unter Druck geraten war, dass die Befestigungsketten aus den Fundamenten gerissen wurden. Seitdem war der Steg nur noch zur Hälfte nutzbar. „Auf Initiative der Carlower Bürger und durch die freiwillige Hilfe der Taucher können wir das jetzt zum Glück schnell wieder in Ordnung bringen“, sagt Carlows Bürgermeister Norbert Baumann. Vor allem für Kinder sei dies hier die einzige richtige Badestelle, erklärte er und half selbst mit, die um drei bis vier Meter verschobene Plattform wieder auszurichten.

Allerdings lag der Großteil der Arbeit in den Händen von Mark Buchholz und Frank Presch, da er unter Wasser verrichtet werden musste. Ihre Aufgabe bestand darin, die Ketten, mit neuen Schäkeln ausgestattet, wieder im Fundament zu verankern. Das Problem bei dieser simpel klingenden Tätigkeit: Das Ganze musste fast blind vollzogen werden. „Sicht null, aber dafür ist wenigstens das Wasser warm“ brachte es Mark Buchholz auf den Punkt. „Durch die fehlende Sonne, den Wind und den blühenden See sieht man nur wenige Zentimeter“, ergänzte Frank Presch.
Gerade bei diesen Bedingungen profitierten beide von ihren gemeinsamen Taucherfahrungen. „Wir haben beide zusammen vor vier Jahren angefangen und tauchen seitdem als Buddy-Team zusammen“, erklärte Presch.
Da ein Taucher nie alleine tauchen sollte, ist solch eine „Tauch-Partnerschaft“ unerlässlich und hält, wie in diesem Fall, meist sehr lange. Von dieser Erfahrung profitierten die Sporttaucher auch im Röggeliner See. „Gerade wenn man nichts sieht, muss Vertrauen da sein“, erläutert Presch. So wurde dann mit Hilfe kleiner Lampen kommuniziert. „Einen Daumen über die Lampe gehalten bedeutet zum Beispiel, wir gehen hoch“ erklärt Buchholz. Und so konnten die beiden „Divemaster“, so lautet ihre Zertifizierung in der Gerätetaucher-Laufbahn, nach einer Stunde ihre Reparatur abschließen.

„Jetzt wird die Barriere weggenommen und der Steg wieder zum Baden freigegeben“, verkündete Norbert Baumann anschließend und zeigte sich ebenso zufrieden wie die beiden Tauchen, auch wenn die wohl vorerst genug im Röggeliner See „gebadet“ haben.


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