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Projekt Radlerasphalt : Spornitz vor letzter Radweg-Hürde

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2014 - an dieser "Hausnummer" des Schweriner Verkehrsministeriums dürfte nicht mehr zu rütteln sein - sollen die Gemeinde Spornitz und die Kreisstadt durch einen Radweg verbunden werden.

svz.de von
erstellt am 28.Mär.2012 | 01:13 Uhr

Spornitz | 2014 - an dieser "Hausnummer" des Schweriner Verkehrsministeriums dürfte nicht mehr zu rütteln sein - sollen die Gemeinde Spornitz und die Kreisstadt durch einen Radweg verbunden werden. Parallel zur hochfrequentierten B 191 und auf einer Länge von 10 Kilometern. Das Projekt liegt fertig in einer der vielen Schubladen beim Straßenbauamt Schwerin und wartet auf seinen "großen Auftritt". Den wird es bekommen, da ist Spornitz’ Bürgermeister Dieter Eckert zuversichtlich. Denn immerhin hat die Gemeinde - nicht zuletzt durch einen Vor-Ort-Termin im vergangenen Jahr - den Sprung auf die Prioritätenliste des Landes geschafft. Der Unterschied zu früheren Treffen: Gemeinde, Amtsverwaltung und Politik hatten es geschafft, die richtigen Entscheidungsträger und "Finanziers" zu versammeln und von der Notwendigkeit des Radwegs Spornitz-Parchim zu überzeugen. Eigentlich ein Husarenstück, das noch nicht vielen Kommunen, die wie Spornitz seit vielen Jahren schon in der Radweg-Warteschleife festhängen, gelungen ist. Doch hier scheint man es gewohnt, für seine Ziele zu kämpfen. Wenn es sein muss, auch über Jahre.

Soweit ist schon viel erreicht. Die Schlacht um die zehn Kilometer Radlerasphalt ist jedoch noch nicht gewonnen: Wie Bürgermeister Dieter Eckert jetzt erklärte, solle inzwischen zwar die Finanzierung geklärt sein; was im Bereich Radwegebau mangels Masse normalerweise zu den größten Dilemmata gehört. "Aber das ist für unser Projekt dank der Unterstützung durch das Wirtschaftsministerium kein Thema mehr", freut sich Eckert. Nach dem Vor-Ort-Termin im vergangenen Sommer war das quasi nur noch reine Formsache. Vielmehr steht noch der Aufkauf jener Flächen aus, über die der Radweg führen soll. Die befinden sich links der Bundesstraße in Richtung Parchim.

Zwar hatte das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt (StALU) bereits im vergangenen Spätsommer "Vollzug" signalisiert, was sich schon im Herbst so nicht bestätigte, sind die Kauf- bzw. Verkaufsverhandlungen auch heute noch nicht abgeschlossen. Bei diesen geht es um Entschädigung oder alternativ um Flächentausch. "Es sind weit über 60 Grundstückseigentümer angeschrieben worden", sagt Eckert, "und wir haben grundsätzlich auch positive Resonanz erhalten." Viele Grundstückseigentümer hätten sich aber auch noch gar nicht gemeldet, was Eckert zufolge daran liegen könnte, dass die Quadratmeterpreise noch immer unklar sind. "Trotzdem bin ich sehr zuversichtlich, dass der Flächenerwerb zügig über die Bühne gebracht werden kann", sagt Eckert. Der Bürgermeister denkt dabei an Möglichkeiten, die eine erweiterte Flurneuordnung eröffnen würde. Und Eckert appelliert an die Grundstücksbesitzer, sich dem Projekt nicht in den Weg zu stellen: "Für unser Dorf und den Tourismus in der Region ist dieser Radweg von sehr großer Bedeutung."

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