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Tourismusbranche MV : Spontanurlauber sind gefragt

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Die Tourismusbranche ist angesichts des Vorbuchungsstandes und des aktuellen Sommerhochs zuversichtlich in die Hauptsaison gestartet. Spontanurlauber finden aber noch freie Betten - auch direkt an der Küste.

svz.de von
erstellt am 12.Jul.2013 | 07:26 Uhr

Rostock | Die Tourismusbranche ist angesichts des Vorbuchungsstandes und des aktuellen Sommerhochs zuversichtlich in die Hauptsaison gestartet. Spontanurlauber finden aber noch freie Betten - auch direkt an der Küste. "Wir erleben, dass die Kurzfristigkeit der Buchungen von Jahr zu Jahr zunimmt", sagte der Geschäftsführer des Landestourismusverbandes, Bernd Fischer.

Grundsätzlich zeigte sich der Verband zufrieden. "Im überwiegenden Teil des Landes haben wir sehr gute Prognosen für den Sommer." Zingst und Ahrenshoop melden einen Belegungsstand von 90 Prozent. Auch auf der Insel Usedom sind ab Mitte Juli rund 90 Prozent der Betten belegt. Plau am See meldet eine Auslastung "von 75 Prozent und höher." Die Buchungen zögen jetzt an. "Für Familien wird es langsam eng", sagte Fischer. Am Wochenende beginnen die Ferien in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, eine Woche später in Nordrhein-Westfalen. Diese Bundesländer seien wichtige Quellmärkte für den Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern.

Nach einem guten ersten Quartal blieb das zweite Quartal wetterbedingt unter den Erwartungen, wie Fischer sagte. Das Minus gegenüber dem Vorjahr liege bei drei bis vier Prozent. Trotzdem ist der Verband zuversichtlich, das Ergebnis von 2012 noch überbieten zu können. "Zünglein an der Waage wird das Wetter sein", sagte Fischer.

Im vergangenen Jahr wurde die Marke von 28 Millionen Übernachtungen knapp verfehlt.

Die Lage in den Tourismusregionen ist nach Einschätzung des Verbandes sehr unterschiedlich. "Wir haben richtig starke Orte wie Zingst, Binz oder die Kaiserbäder." Die Insel Rügen signalisierte, insgesamt noch Luft nach oben zu haben. "Die Insel kämpft um das Niveau vom Vorjahr, ist aber optimistisch, das Ziel erreichen zu können", sagte Fischer.

Schlechter steht es um Buchungen in der Region Westmecklenburg-Schwerin. "Die Region hat wegen des Hochwassers ein psychologisches Problem." Obwohl es keine Schäden gegeben habe, würden Radfahrer, die einen Urlaub entlang der Elbe geplant haben, stornieren. Die Auslastung liege in der Elberegion derzeit bei 50 bis 60 Prozent. Fischer schätzt, dass ohne das Hochwasser die Auslastung um rund zehn Prozentpunkte höher gewesen wäre.

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