Dreilützow : Sponsoren händeringend gesucht

„Die Wiese wird derzeit nur zum alljährlichen Sommerfest genutzt. Früher war hier mal ein Schwimmbad geplant. Diese Idee wurde aber aus Kostengründen wieder verworfen“, berichtet Mathias Thees, Leiter der Wohnstätte St. Josef. Foto: Thorsten Meier
„Die Wiese wird derzeit nur zum alljährlichen Sommerfest genutzt. Früher war hier mal ein Schwimmbad geplant. Diese Idee wurde aber aus Kostengründen wieder verworfen“, berichtet Mathias Thees, Leiter der Wohnstätte St. Josef. Foto: Thorsten Meier

60 Männer und Frauen leben derzeit an jenem Ort, wo die Caritas in der Behinderten-Wohnstätte St. Josef ihr Motto „Not sehen und handeln" täglich mit Leben erfüllt. Nun soll die Wiese inmitten des Areals umgestaltet werden.

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08. Juli 2012, 10:27 Uhr

Dreilützow | 60 Männer und Frauen leben derzeit an jenem Ort, wo die Caritas in der Behinderten-Wohnstätte St. Josef ihr Motto "Not sehen und handeln" täglich mit Leben erfüllt.

Nun soll die etwa fußballfeldgroße Wiese inmitten des Areals umgestaltet werden. "Wir denken an verschiedene Ruhezonen zum Verweilen und einen überdachten Grillplatz für etwa 50 bis 60 Leute", umschreibt Mathias Thees die Herausforderung, der sich sein qualifiziertes Team und er stellen wollen. Der 53-Jährige ist seit Juli 2011 der Leiter jener Einrichtung, in der sich 39 Mitarbeiter um die Bewohner des Heimes, um weitere sechs in den Außenwohngruppen, zwei im sozialen Trainingswohnen sowie die 15 im betreuten Wohnen in Wittenburg kümmern.

"Die Wiese wird derzeit nur zum alljährlichen Sommerfest genutzt. Früher war hier mal ein Schwimmbad geplant. Diese Idee wurde aber aus Kostengründen wieder verworfen", berichtet der gebürtige Rostocker, der seit 1994 in Vellahn zu Hause ist. "Wir suchen händeringend Sponsoren und Ideengeber. Denn das Ganze wird uns wohl so um die 50 000 Euro kosten. Gut die Hälfte dieser Summe müssen und wollen wir über Sponsoren einwerben, um die Umgestaltung etappenweise vornehmen zu können." Man habe sich bereits in anderen Einrichtungen über Möglichkeiten informiert. "Wir bräuchten auch einen Landschaftsgestalter, denn wir sind alle keine Profis", sagt Thees weiter, der auch gleichzeitig Pressesprecher der Caritas Mecklenburg e. V. ist. Sein ganz persönlicher Wunsch sei es, dieses Vorhaben bis zum Sommer 2014 realisiert zu haben. "Einen ersten Baumstamm, der zu einer rustikalen Bank umfunktioniert werden soll, haben wir bereits von einem Holzkünstler aus Pogreß geschenkt bekommen." Sprichts, und zeigt mit einer weit ausholenden Armbewegung über das Gelände. "Es ist einfach toll hier." Ein großes Glück sei es, dass die Bewohner nicht etwa am Rand des Ortes lebten, sondern mittendrin, freut sich Thees. Harmonische Beziehungen und regelmäßige Begegnungen mit Kameraden der freiwilligen Feuerwehr und den Mitstreitern des Sportvereins sorgten für eine sehr lebendige Integration.

In Dreilützow bietet die Caritas ein differenziertes Wohnangebot für Menschen mit Behinderungen an. Je nach Erfordernis ist ein Wohnen in Heimen, in Außenwohngruppen oder auch ein Einzelwohnen möglich. Das Betreuungsangebot orientiert sich nach dem individuellen Bedarf und entspricht den Zielen der Eingliederungshilfe nach dem Sozialgesetzbuch XII. Darüber hinaus finden Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit einer Behinderung in einigen Einrichtungen vorübergehend Aufnahme, wenn die Angehörigen die Betreuung und Pflege zeitweise nicht übernehmen können, zum Beispiel bei Urlaub, Krankenhausaufenthalt oder Notfallsituationen. In der Regel arbeiten die Frauen und Männer werktags in einer Werkstatt für behinderte Menschen in Hagenow.

"Unsere Wohnstätte hat eine Kapazität von 60 Plätzen in fünf Wohngruppen. In jedem Haus wohnen 12 Frauen und Männer in sechs Einzel- und drei Zweibettzimmern", betont Thees. Ziele in der Wohnstätte seien die Schaffung und Erhalt eines Zuhauses für jeden Bewohner. Eine individuelle Begleitung behinderter Menschen im Alltag. Training und Unterstützung in lebenspraktischen Bereichen, die Förderung von Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft, der Aufbau und Erhalt sozialer Kompetenzen, die Förderung selbst bestimmten Lebens sowie die Hinführung in selbstständigere Wohnformen.

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