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Mecklenburg-Vorpommern

21. September 2017 | 00:05 Uhr

Spione im Gebüsch

vom

svz.de von
erstellt am 04.Jun.2013 | 10:32 Uhr

Die Limabohne hat sich eine ausgesprochen süße Verteidigung ausgedacht: Knabbern Raupen oder Käfer an ihren Blättern, bildet sie Nektar. Der wiederum lockt Ameisen oder Wespen an, die sich dann über die Blattschädlinge hermachen. Zur Belohnung können die tierischen Helfer dann noch eine Portion süßen Nektar naschen.

Wissenschaftler haben aber noch etwas viel Interessanteres herausgefunden: Die angeknabberten Pflanzen warnen mit einem Duft auch Pflanzen in ihrer Nachbarschaft vor den Angreifern. Der Duft sagt so etwas wie: "Achtung, Achtung, hier krabbeln hungrige Raupen herum." Daraufhin locken auch die Nachbarpflanzen mit Nektar vorsorglich Helfer herbei.

Allerdings ist die Warnung an die Nachbarn wohl eher ein Versehen. Das sagen die Forscher. Eigentlich soll der Duft eines angeknabberten Blattes nur weiter entfernt liegende Blätter der Limabohne warnen. Denn diese Pflanze kann sehr groß werden, über zwei Meter. Wenn eine Raupe an einem Blatt ganz unten frisst, soll der Duft die Blätter weiter oben warnen: "Achtung, Raupen im Anmarsch!" Die Nachbarpflanzen hören die Warnung ab - wie ein Spion im Gebüsch.

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