Land erteilt Erlaubnis : Spielbanken können nach MV zurückkehren

Neuer Versuch: Erlaubnis für Spielbank in MV

Neuer Versuch: Erlaubnis für Spielbank in MV

Der Glamour von Casinos fehlt im Nordosten seit Jahren. Mangels Umsätzen warfen die Betreiber der Spielbanken hin. Eine Firma aus Rostock will jetzt einen neuen Anlauf starten.

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05. November 2016, 06:00 Uhr

Die Casinos können nach Mecklenburg-Vorpommern zurückkehren. Das Innenministerium in Schwerin hat nach einer europaweiten Ausschreibung jetzt der Spielbanken M-V Bewerbergesellschaft mbH & Co KG mit Sitz in Rostock eine Erlaubnis für die nächsten zehn Jahre erteilt. Das Unternehmen darf Spielbanken in Rostock, Schwerin, Stralsund und Neubrandenburg betreiben, wie das Ministerium am Freitag mitteilte.

Das sogenannte Große Spiel mit Roulette und Kartenspielen wie Black Jack, Poker und Baccara darf demnach nur in Rostock angeboten werden, die anderen Standorte sollen Nebenspielbetriebe mit ausschließlich Kleinem Spiel an Automaten sein. Das Unternehmen hat nach Worten eines Ministeriumssprechers zwei Jahre Zeit, den Spielbetrieb zu eröffnen. Es habe zwei Bewerber um die Spielbankerlaubnis gegeben.

Das Land muss laut Spielbankengesetz ein begrenztes und kontrolliertes Glücksspielangebot schaffen. Innenminister Lorenz Caffier (CDU) zeigte sich am Freitag erfreut. „Was lange währt, wird endlich gut“, sagte er. Die Spielbankerlaubnis sei nach einem sorgfältig durchgeführten Ausschreibungs- und Entscheidungsverfahren erteilt worden. Die Konzession war im Sommer 2015 ausgeschrieben worden. Es ist bereits der zweite Anlauf. Eine erste Ausschreibung im Februar 2015 war mangels Bewerbern gescheitert.

Die letzten Spielbanken des Landes in Stralsund, Heringsdorf und Binz hatten 2014 geschlossen. Die Betreiber hatte auf keine Verlängerung der Erlaubnis beantragt. Als Gründe wurden damals zu geringe Umsätze beim Spiel und die vom Land vereinnahmte Spielbankenabgabe genannt.2012 hatten alle Spielbanken im Land zusammen einen Bruttospielertrag von rund 6,5 Millionen Euro erzielt. Bereits Ende 2010 hatte die Spielbank in Waren/Müritz dicht gemacht, im August 2013 folgten Schwerin und Warnemünde.

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