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Bergung am Kap Arkona : Spezialbagger soll eingesetzt werden

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Die mehrfach unterbrochene Suche nach demvermissten zehnjährigen Mädchen aus Brandenburg wird voraussichtlich am Samstag wieder aufgenommen, wenn Sturmtief Andrea wieder abgezogen ist.

svz.de von
erstellt am 04.Jan.2012 | 06:29 Uhr

Kap Arkona | Die mehrfach unterbrochene Suche nach dem am Kap Arkona vermissten zehnjährigen Mädchen aus Brandenburg wird voraussichtlich am Samstag wieder aufgenommen, wenn Sturmtief Andrea wieder abgezogen ist. Dafür habe das Suchteam gestern schwere Technik angefordert, sagte Einsatzleiter Daniel Hartlieb.

Zuvor hatten Experten nochmals den instabilen Hang untersucht, aus dem am Montag erneut Kreidemergel ausgebrochen war. Nach ihrer Einschätzung sei ein gefahrloser und Erfolg versprechender Einsatz der Suchmannschaften nur mit einem größerem Spezialbagger möglich, sagte Hartlieb. Daher werde morgen eine Firma aus dem Landkreis Vorpommern-Rügen einen Bagger mit einem 18 Meter langen Ausleger an den Strand schicken. Damit könnten die Männer in ausreichendem Sicherheitsabstand unterhalb der gefährlichen Abbruchkante arbeiten.

Derzeit wird geprüft, wie das schwere Fahrzeug zu dem sehr schmalen Strand am Kap gebracht werden kann. Da die Heranführung über die enge Zufahrt durch das nahe gelegene Küstendorf Vitt vermutlich nicht möglich sei, werde erwogen, den Bagger in Juliusruh an die Küste zu bringen, sagte eine Sprecherin des Landkreises. Der Bagger müsste dann am Strand entlang etwa sieben Kilometer westwärts bis Arkona fahren.

Am Zweiten Weihnachtsfeiertag waren aus dem 38 Meter hohen Steilhang mehrere Tausend Kubikmeter Kreidemergel auf den Strand gestürzt. Dabei hatten sie vermutlich das seitdem vermisste Kind unter sich begraben. Während es keine Hoffnung mehr gibt, das Mädchen lebend zu finden, konnten seine 41-jährige Mutter und seine 14-jährige Schwester verletzt geborgen werden. Hochwasser, Sturm, Regen und nachrutschende Gesteinsmassen hatten seitdem die Suche behindert.

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