Kita-Beitrag : SPD will Eltern entlasten

Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) besucht das Migrationszentrum der Arbeiterwohlfahrt.
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Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) besucht das Migrationszentrum der Arbeiterwohlfahrt.

Manuela Schwesig wirft AfD Populismus vor

Die SPD misst der Entlastung von Familien mit Kleinkindern in Mecklenburg-Vorpommern größte Bedeutung im Wahlkampf bei. Das haben Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig und Landtagspräsidentin Sylvia Bretschneider gestern auf einem Wahlkampfforum der Partei in Neubrandenburg deutlich gemacht. „Wir müssen bei der Elternentlastung in Mecklenburg-Vorpommern weitermachen“, erklärte Schwesig, die vor dem Amt als Bundesministerin auch Sozialministerin in Schwerin war.

So soll der Kita-Beitrag nach der Wahl sofort um 50 Euro pro Kind gesenkt werden, der Beitrag für das zweite Kind einer Familie in der gleichen Kita soll halbiert werden und das dritte Kind sogar kostenlos in eine Kita gehen. Das werde versprochen und wie 2011 auch gehalten, sagte Schwesig.

Landtagspräsidentin Bretschneider, die in Neubrandenburg kandidiert, kritisierte allerdings die bisher sehr langen Ausbildungszeiten von bis zu fünf Jahren für Kita-Fachkräfte. „Das betrifft auch die Studienrichtung Early Education (Frühkindliche Bildung) an der Hochschule Neubrandenburg.“ Diese Ausbildung habe einen viel zu geringen Praxisbezug, beklagten Kita-Leiter immer wieder. Dies müsse man dringend ändern.

Schwesig betonte am Ende, dass solche konkreten Vorschläge auch zur inhaltlichen Auseinandersetzung mit der AfD gehören, „die mir bisher sehr fehlt“. „Sie stellen sich immer nur hin und sagen, die Politik kann nicht und es muss alles anders werden, aber sagen nie, wie das gehen soll“, erläuterte die Bundesfamilienministerin. Man könne aber nicht einfach nur rumnörgeln.

Die Landtagswahl am 4. September sei nicht nur für die SPD sondern für das ganze Land wichtig. „Da wird entschieden, wie es in unserem Land weitergeht.“  Zuvor hatte sich die SPD-Politikerin das Jugendmigrationszentrum der Arbeiterwohlfahrt in Neubrandenburg angesehen.

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