Große Meinungsumfrage : SPD legt zu – CDU verliert

Zwei Wochen vor der Landtagswahl: Rot-Schwarz könnte Mehrheit sichern

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18. August 2016, 20:00 Uhr

Jetzt dreht sich die Stimmung: Gut zwei Wochen vor der Landtagswahl am 4. September kommt die SPD aus dem Keller. Lagen die Sozialdemokraten im Juni noch bei mageren 22 Prozent und fuhren ein historisches Tief ein, so konnten sie in den letzten Wochen vier Prozent aufholen. Auf einen guten Endspurt hofft Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) seit Monaten.

 

Und mehr noch: Bei einem Wahlausgang entsprechend der aktuellen landespolitischen Stimmung könnte die amtierende SPD-geführte Große Koalition eine Mehrheit der Mandate erringen und weiter regieren. Offenbar lagen die Werte der persönlichen Zustimmung zum SPD-Spitzenkandidaten, wenn der Ministerpräsident direkt gewählt würde, und der Zustimmung zu seiner Partei bei den ersten beiden Umfragen so weit auseinander, dass Sellering jetzt seine Partei mitzieht. Genau darauf hat die SPD ihren Wahlkampf ausgerichtet. Sie setzt auf den Spitzenkandidaten. Da könnte bis zur Wahl noch einiges drin sein.

Sellering hofft aber auch, dass er am Wahlabend die Option zwischen zwei Möglichkeiten hat. Und selbst diesen Gefallen scheinen ihm die Wähler zu tun, wenn an diesem Sonntag Wahlen wären. Die SPD könnte zudem ein Rot-Rot-Grünes Bündnis schmieden. Sellering gilt allerdings nicht als Freund von Dreierkoalitionen – zu kompliziert.

 

Keine Wechselstimmung: Obwohl die AfD derzeit noch vor den Linken liegt, wünscht sich eine Mehrheit von 44 Prozent erneut eine SPD-geführte Regierung. Ein SPD/CDU-Bündnis fänden 58 Prozent der Befragten gut.

Für die Erhebung befragte das Meinungsforschungsinstitut infratest dimap 1003 repräsentativ ausgewählte Bürger vom 11. bis 16. August telefonisch. 

>> Einen ausführlichen Bericht und weitere Ergebnisse der Wahlumfrage lesen Sie morgen in unserer Printausgabe.

>> Alles rund um die Landtagswahl am 4. September sowie Hintergründe zu den Parteien lesen Sie in unserem Dossier.

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