Sparkassen: Europas Bürger überfordert

svz.de von
03. Juni 2016, 10:36 Uhr

Angesichts des drohenden EU-Austritts Großbritanniens haben die Chefvolkswirte der Sparkassen-Finanzgruppe eine Debatte über die Zukunft der Europäischen Union gefordert. Unabhängig vom Ausgang des Brexit-Referendums am 23. Juni halten sie eine „breite Diskussion über die künftigen Ziele und die Aufstellung der politischen Ordnung in Europa“ für erforderlich, „an deren Ende eine Anpassung der europäischen Verträge einschließlich der Zustimmung der europäischen Völker stehen muss“, heißt es in einem Positionspapier des Deutschen Sparkassen und Giroverbandes (DSGV).

Offenbar überfordere eine immer engere politische Union Europas die Bürger zunehmend. Das von DSGV-Direktor Michael Wolgast unterzeichnete Positionspapier plädiert für ein „Europa mehrerer Geschwindigkeiten“, in dem auch temporäre Rückschritte der Integration zuzulassen seien. Die DSGV-Banker warnen, die von den Briten beklagten Problemthemen und Vorbehalte gegen die EU würden von vielen politischen Kräften in Europa geteilt. Deshalb müsse der europäische Zusammenhalt auch dadurch gestärkt werden, „dass die Regeln zu allen politischen Bereichen auf guten europäischen Grundlagen gehärtet werden müssen“.


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