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Mecklenburg-Vorpommern

21. August 2017 | 01:14 Uhr

Sondereinsätze zur Stillen Nacht

vom

SCHWERIN | Rote Mütze, weißer Rauschebart und mit einem Sack voller Geschenke: So sieht der Weihnachtsmann in der Phantasie vieler Kinder aus. Wer solche Träume wahr werden lassen will und keinen verkleidungswilligen Großvater oder Familienfreund zur Verfügung hat, kann den Weihnachtsmann auch buchen - und zwar ganz profan beim Arbeitsamt.

Weihnachtsgeschäft läuft schleppend an

Besonders Kindergärten, Schulen und Restaurants buchen bei Jobvermittlerin Brigitte Radewald von der Arbeitsagentur Schwerin. Etwa 20 Männer hat die Arbeitsagentur für diese Arbeit in der Kartei. Dabei komme es vor allem darauf an, dass sie gut auf Kinder eingehen können. "Der Weihnachtsmann ist ja erst mal eine unbekannte Person - für die Kinder ist das schon aufregend", sagt Radewald.

Die Arbeitsagentur in Neubrandenburg arbeitet seit 1992 mit ihren Geschenkebringern zusammen. "Wir haben in unserer Kartei zwischen fünf bis zehn Rauschebärte, mit denen wir seit Jahren zusammenarbeiten", sagt Sprecher Ronny Steeger. Bislang haben sich in Neubrandenburg und Umgebung aber nur 15 Familien einen Weihnachtsmann gesichert. Gegen Ende der Adventszeit und kurz vor dem Heiligen Abend wird es dann schon eng. "Wir haben die Agentur auch am Freitag, dem 23. Dezember, geöffnet, wer also an diesem Tag noch einen Weihnachtsmann buchen will, kann dies tun", so Steeger weiter. Doch der Sprecher weist daraufhin, dass es dann schon eng werden könnte, schließlich könne der Weihnachtsmann bis zu einer Stunde bei den Familien bleiben.

Hochbetrieb auch alljährlich beim Einzelhandel. Was der Weihnachtsmann bringen soll, muss ja schließlich erst gekauft werden. Doch bislang ist das Weihnachtsgeschäft zäh angelaufen. Vor allem bei der Winterbekleidung, den Sportsachen und Schuhen könnte noch eine Schippe drauf gelegt werden. Das weiß Tino Beig vom Einzelhandesverband Nord e.V.: "Wir haben zwar eine leichte Zunahme nach dem ersten und zweiten Advent zu verzeichnen, doch die Einzelhändler sind noch nicht ganz zufrieden." Das liegt unter anderem am derzeitigen Wetter. "Im vergangenen Jahr hatten wir bereits zum ersten Advent Schnee, da sind viel mehr Menschen schon in Weihnachtsstimmung. Jetzt bei Regen sind es weniger", berichtet Tino Beig. Nur was soll unter dem Weihnachtsbaum liegen? Beliebt sind wieder einmal Süßwaren, Bücher und Schmuck - und das bereits jetzt. "Was jedes Jahr sehr gut läuft - und das ist derzeit auch schon so - ist die Heimelektronik", so Beig weiter. Doch bis zum Heiligen Abend ist noch viel Zeit, deshalb sind die Einzelhändler zuversichtlich, dass der Umsatz noch einmal steigen wird.

Auch die Baumschulen im Land haben momentan schon genug zu tun. Rund 30 Weihnachtsbäume - sogenannte "Adventsdekorationsbäume" - haben bereits ihren Platz gefunden, weiß Baumschulen-Inhaber Jens Ludwig. Sie schmücken Banken und Geschäfte. Doch der Weihnachtsbaumverkauf an Privatleute startet erst in dieser Woche. Geschäftig geht es auch auf den Theaterbühnen des Landes zu. Insgesamt 200 Vorstellungen zeigen die Spielstätten zu Weihnachten - Stücke für Groß und Klein.

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erstellt am 07.Dez.2011 | 10:48 Uhr

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