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Brodkorb prüft Antrag auf Auszahlung von 580 000 Euro : Soforthilfe für Theater Neustrelitz

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Das Theater Neubrandenburg-Neustrelitz kann noch in diesem Jahr mit einer Finanzspritze aus dem Kultusministerium rechnen. Das geht aus einem Kabinettsbeschluss der Landesregierung hervor.

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erstellt am 20.Aug.2013 | 07:22 Uhr

Schwerin/Neubrandenburg | Das Theater Neubrandenburg-Neustrelitz kann noch in diesem Jahr mit einer Finanzspritze aus dem Kultusministerium rechnen. Das geht aus einem Kabinettsbeschluss der Landesregierung hervor, in dem auch eine Hilfe für das Mecklenburgische Staatstheater in Schwerin avisiert ist. In der Vorlage 75/13 heißt es, "dass aller Voraussicht nach auch der Theater- und Orchestergesellschaft Neubrandenburg-Neustrelitz zur Teilnahme am Umstrukturierungsprozess... mit einer Soforthilfe im Jahr 2013 geholfen werden muss. Seitens des Trägers werden 580 000 Euro beantragt, die jedoch noch geprüft werden müssen."

Im Klartext: Nicht nur das Mecklenburgische Staatstheater in Schwerin bekommt zwei Millionen Euro, sondern auch Neubrandenburg-Neustrelitz 580 000 Euro Soforthilfe, wenn sich die Theater bewegen und den vom Kultusministerium geforderten und von der Unternehmensberatung Metrum von Minister Mathias Brodkorb (SPD) begleiteten Reformen einleiten.

Schon morgen hat der Theaterbeauftragte des Landkreises, Dirk Rautmann, einen Termin im Kultusministerium, um über "Lösungen wie für das Mecklenburgische Staatstheater" zu reden. CDU-Fraktionschef Vincent Kokert winkt jedoch bei der Soforthilfe ab: "Hilfe gibt es erst, wenn eine Prüfung der der finanziellen Lage erfolgt ist." Doch Kultusminister Mathias Brodkorb prüft diesen Antrag bereits: "Für alle Theaterstandorte im Land gelten dieselben Bedingungen. Dort, wo Theater und Träger bereit sind, die notwendigen Maßnahmen zur langfristigen Sicherung der Theater- und Orchesterlandschaft in Abstimmung mit dem Land einzuleiten, wird auch das Land seinerseits zu Hilfen bereit sein", sagte Brodkorb unserer Redaktion. Es gebe keine Einheitslösungen, sondern vor Ort würden tragfähige Lösungen gesucht.

Nachdem das Kabinett in der vergangenen Woche einem Beschluss für den Aufbau eines "Theaters Mecklenburg" gefasst hat und den beteiligten Häusern in Schwerin und Parchim Umstrukturierungshilfen in Aussicht stellte, wird jetzt ein Konzept für den Ostteil des Landes erwartet. Allerdings hat das Beratungsunternehmen Metrum noch keinen Auftrag dafür. Torsten Koplin, Kultussprecher der Linken, fürchtet Insellösungen. "Am Ende bluten einzelne Theater." Die Linke will auf der nächsten Landtagssitzung einen Beschluss zur Gleichbehandlung aller Häuser einbringen.

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