Stricken : Socken fürs Altarbild gestrickt

Das Altarbild in der Hohen Sprenzer Kirche ist wieder an seinem Platz. Jetzt wird Brigitte Reinke und Ernst Preuß umso deutlicher, dass auch der Schmuckrahmen restauriert werden muss.
Das Altarbild in der Hohen Sprenzer Kirche ist wieder an seinem Platz. Jetzt wird Brigitte Reinke und Ernst Preuß umso deutlicher, dass auch der Schmuckrahmen restauriert werden muss.

Ehemalige Pastorengattin bleibt mit Hohen Sprenzer Kirche verbunden

von
30. Mai 2018, 12:00 Uhr

„Es ist wunderbar geworden. Alle Mühe hat sich gelohnt“, sagt Brigitte Reinke (85). Ernst Preuß (84) stimmt ihr zu, als beide auf den Altar in der Hohen Sprenzer Kirche zugehen. Das Altarbild – eine Kreuzigungsszene auf Leinwand – ist gereinigt worden und zieht nun wieder die Blicke auf sich. Die Frau des ehemaligen Pastors hatte das Vorhaben ins Rollen gebracht, als sie sich zu ihrem 85. Geburtstag im vergangenen Jahr keine Geschenke, sondern Spenden für die Restaurierung des Altarbildes wünschte.

„Wir haben uns noch mehr einfallen lassen, zum Beispiel Fotos von der Kirche gemacht, die man mit einem rückseitigen Aufkleber zur Postkarte machen kann“, berichtet Ernst Preuß, engagierter Christ in Hohen Sprenz. Und Brigitte Reinke hat jede Menge Socken gestrickt. Gesammelt wurde auch bei den monatlichen Rentnertreffen im Dorf. So seien rund 2000 Euro zusammengekommen. Unterstützung gab es auch von der Ostseesparkasse und nicht unerheblich vom Kirchenkreis Mecklenburg. „Nur von Günter Jauch haben wir eine Ablehnung bekommen. Der hatte doch die Pinnower Gemeinde unterstützt. Da haben wir es auch versucht“, berichtet Brigitte Reinke und ist doch noch nicht restlos zufrieden. Denn Restaurator Heiko Brandner hat lediglich das Altarbild restauriert. Jetzt, wo es wieder an seinem Platz ist, fällt es besonders auf, dass auch das Ringsherum noch aufpoliert werden muss. Die 85-Jährige ist guter Dinge, dass das passieren wird. Sie jedenfalls hat schon wieder 25 Paar Socken gestrickt, die sie beim Sommerfest mit dem Hinweis auf die Verwendung für die Reinigung des Altars verkaufen möchte. Und die Foto/Postkartenaktion könnten sie auch wiederbeleben, denkt Ernst Preuß.

Regina Mai

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen