zur Navigation springen

Das Weihnachtsmarkt-Geschäft : So zufrieden sind die Händler

vom

Während der Weihnachtsmarkt für Familien Spaß und Unterhaltung bedeutet, ist er für Schausteller ein hartes Geschäft. Aber die harte Arbeit zahle sich aus. Die Kundschaft sei in diesem Jahr kauffreudig.

svz.de von
erstellt am 18.Dez.2011 | 07:16 Uhr

Stadtmitte | Ein ferngesteuertes Auto hat sich die kleine Slata aus Rostock zu Weihnachten gewünscht. Sehnsüchtig fiebert sie Heiligabend herbei, wenn der große weißbärtige Mann kommt und Geschenke vorbeibringt. Um sich die Wartezeit zu verkürzen, war Slata gestern mit ihrer Mutti Olga Selck und ihrer kleinen Schwester Sophia auf dem Weihnachtsmarkt unterwegs. "Zu Hause baut Papa gerade den Tannenbaum auf. Nachher können wir schmücken. Bis dahin fahren wir Karussell und essen schokolierte Früchte", erzählt Olga Selck. Während der Weihnachtsmarkt für die kleine Familie, Spaß und Unterhaltung bedeutet, ist er für die Schausteller ein hartes Geschäft. "Ich arbeite momentan 20 Stunden am Tag", berichtet Obstverkäufer Wolfgang Holtz. "Aber die harte Arbeit zahlt sich aus", ergänzt er. Die Kundschaft sei in diesem Jahr kauffreudig. "Wir sind temperaturmäßig begünstigt. Das ist kein Vergleich zum Vorjahr, wo überall Schnee lag. Ich bin sehr zufrieden mit dem Geschäft", so Holtz. Seit 21 Jahren hat der Obsthändler einen Stand auf dem Rostocker Weihnachtsmarkt. Das Geheimnis seines Erfolges besteht in seinem persönlichen Leitspruch: "Sei immer höflich, immer nett, dann läuft dir auch keine Kunde weg."

Doch so gut wie bei Holtz läuft es nicht für alle Schausteller. Jessica und Dieter Schleibach sind nicht zufrieden mit dem Weihnachtsmarkt-Geschäft. Das Ehepaar verkauft Kartoffelpuffer nach hauseigenem Familienrezept. "Wir kommen seit 15 Jahren zum Rostocker Weihnachtsmarkt. In den letzten Jahren sind unsere Einnahmen drastisch gesunken", erzählt Dieter Schleibach. An den Kartoffelpuffern könne das allerdings nicht liegen: "Wir haben viele Stammkunden. Wir verkaufen ein gutes Produkt, das gut bei den Kunden ankommt", so Schleibach. "Als alles weniger professionell war, lief das Geschäft sehr gut. Mittlerweile sehen alle Buden gleich aus. Der Weihnachtsmarkt leidet an einem Flairverlust", ergänzt Jessica Schleibach. Für die letzten Tage wünscht sich das Paar, "dass alles noch ein bisschen funktioniert. Sonst fahren wir wieder heim wie wir gekommen sind."

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen