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Mecklenburg-Vorpommern

21. November 2017 | 13:20 Uhr

So wenig Verkehrstote wie noch nie

vom

svz.de von
erstellt am 09.Apr.2013 | 07:01 Uhr

Schwerin | Am vergangenen Sonntag sind in Westmecklenburg zwei Menschen bei zwei schweren Verkehrsunfällen ums Leben gekommen. Eines der Unfallopfer war ein erst 18-jähriger Fahranfänger. Er prallte auf der Landesstraße zwischen Quassel und Lübtheen (Landkreis Ludwigslust-Parchim) gegen einen Baum, nachdem er offenbar die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren hatte.

Trotz der tragischen Unfälle - die Straßen in Mecklenburg-Vorpommern sind sicherer geworden. Im vergangenen Jahr starben 83 Menschen im Straßenverkehr - historischer Tiefstand. Zum Vergleich: 2011 registrierte die Polizei noch 142 Tote. Ein Jahr nach der Wende 1992 starben sogar 625 Menschen auf den Straßen des Landes.

"Damit zeigt sich, dass die präventiven und repressiven Maßnahmen der Landespolizei greifen und zu einem besseren Verkehrsverhalten beitragen", freute sich gestern Innenminister Lorenz Caffier (CDU) als er die Verkehrsunfallbilanz für das vergangene Jahr vorstellte. Auch die bessere Sicherheitstechnik in Fahrzeugen, der Ausbau von Straßen sowie die Präventions- und Aufklärungsarbeit von Vereinen und Kommunen haben zur deutlichen Verbesserung der Verkehrssicherheit geführt. "Nicht zuletzt der Umsetzung des Schutzplankenprogramms ist es zu verdanken, dass der Anteil der tödlichen Unfälle an Bäumen um 41 Prozent gesunken ist", zog der Innenminister Bilanz. 24 Menschen starben in Baumalleen. 2011 waren noch 44 Getöte zu beklagen.

Junge Fahrer häufiger in Unfälle verwickelt

Junge Autofahrer waren wie bereits in den vergangenen Jahren überproportional an den Unfällen beteiligt. Caffier: "Die Altersgruppe der 15- bis 24-Jährigen hat einen Anteil von neun Prozent an der Gesamtbevölkerung, sie ist aber immer noch mit 20 Prozent der Verunglückten und 13 Prozent der Getöteten vertreten". Bei so genannten Disko-Unfällen starben im vergangenen Jahr fünf Jugendliche. Das sind sechs Verkehrsopfer weniger als 2011.

Eine deutliche Abnahme registrierte die Polizei im vergangenen Jahr auch bei der Zahl der Schwerverletzten. 1232 Menschen erlitten bei Verkehrsunfällen schwere Verletzungen - ein Rückgang um zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Auf die Versicherten könnte eine günstigere Einstufung ihrer Regionalklassen zukommen. Denn auch die Zahl aller Verkehrsunfälle ist rückläufig. 2012 krachte es insgesamt 54799 mal auf den Straßen und Parkplätzen des Landes. Das sind fast 1000 Unfälle weniger als im Jahr zuvor.

Die Rangfolge der Unfallursachen hat sich in den letzten Jahren kaum verändert. Nach wie vor wurde zu schnell gefahren. Nichtbeachten der Vorfahrt, Fahren unter Alkohol und Drogen, Drängelei und falsches Überholen gehören ebenfalls zu den Hauptunfallursachen.

Die Polizei will mit Anhaltekontrollen dagegenhalten. Im vergangenen Jahr wurden 56 852 Autofahrer gebeten, ins Röhrchen zu pusten. 3240 von ihnen wurden anschließend mit einem zu hohen Alkoholspiegel erwischt. 57 514 Fahrzeugführer waren an den Kontrollstellen zu schnell unterwegs - knapp 2500 mehr als im Vorjahr. "Der Anstieg der festgestellten Verstöße ist darauf zurückzuführen, dass durch die Landespolizei 67000 Fahrzeuge mehr kontrolliert wurden", erklärte Caffier.

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