Überblick : So war der Sommer

Am Strand des Ostseebades Kühlungsborn genießen Urlauber und Touristen das Sommerwetter.
Am Strand des Ostseebades Kühlungsborn genießen Urlauber und Touristen das Sommerwetter.

Wo schien die Sonne am längsten? Wo war es am heißesten? Hat es viel geregnet? Wetter-Experte zieht Bilanz zum Herbstanfang

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31. August 2015, 12:00 Uhr

Sonnig, aber insgesamt weder zu heiß noch viel zu trocken: So fällt die vorläufige Sommer-Bilanz von Wetter-Experte Thomas Globig im Wetterstudio Hiddensee aus. „In Erinnerung bleiben werden in diesem Sommer wohl vor allem die starken Temperaturschwankungen, mit kühlen Phasen im Juli und sehr heißen Phasen im August“, sagte der Meteorologe.

Zwar ist der meteorologische Sommer noch nicht ganz zu Ende, denn erst vom 1. September an sprechen die Meteorologen von Herbst. Dennoch wagt Globig ein vorläufiges Fazit: „Verglichen mit den Sommer-Monaten der letzten 30 Jahre war es insgesamt ein normaler Sommer, mit einer ganz leichten Abweichung nach oben.“ Ohne den August wäre das nicht möglich gewesen: „Im Juni und Juli hatten wir mehrere Schmuddelphasen.“ Vor allem vor zwei Wochen habe rund eine Woche lang fast durchgehend die Sonne geschienen: „Das hat die Werte wieder rausgerissen.“

Bezogen auf den Sonnenschein war der Sommer damit sogar überdurchschnittlich. Allein in den vergangenen drei Monaten zählten die Experten auf dem Darß und auf Hiddensee jeweils fast 900 Stunden Sonnenschein. „Das kommt nah an die Werte des Rekord-Sommers 2006 heran“, sagte Globig. Im Binnenland waren die Werte nicht ganz so hoch: In Boitzenburg an der Elbe waren es etwa rund 200 Stunden weniger als auf den Inseln.

Wegen des durchwachsenen Beginns gab es nach Globigs Angaben auch genug Niederschlag. Von Dürre könne man nicht sprechen: „Im Westen des Landes haben wir die Sollwerte fast erreicht.“ Die Haff-Müritz-Region komme hingegen nur auf rund 60 bis 70 Prozent des üblichen Niederschlags. Auch der Landesbauernverband sieht das so: „Insgesamt hat uns das Wetter in diesem Jahr keinen Strich durch die Rechnung gemacht“, sagte der Pflanzen-Experte Frank Schiffner.

Bei den Temperaturen stach Penkun im äußersten Südosten des Landes heraus: Auf 38 Grad kletterte das Thermometer dort am 7. August. Mehrere andere Orte, etwa Parchim und Boitzenburg, kamen auf 37 Grad. Wer sich mit der Hitze nicht so gut anfreunden konnte, wäre am besten auf der Greifswalder Oie aufgehoben gewesen – dort knackte das Thermometer an keinem Tag die 30-Grad-Marke.

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