Kulturhaus Groß Laasch : So neu und ohne Pächter

Das Kulturhaus Groß Laasch prägt das Dorfbild rund um den zentralen Punkt des Ortes, den Karl-Moltmann-Platz. Es ist nach seiner umfangreichen Sanierung mit öffentlichen Mitteln vor zwei Jahren seiner Bestimmung übergeben worden. Die Gemeinde hofft auf einen engagierten neuen Pächter, der das Haus mit Leben erfüllt.
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Das Kulturhaus Groß Laasch prägt das Dorfbild rund um den zentralen Punkt des Ortes, den Karl-Moltmann-Platz. Es ist nach seiner umfangreichen Sanierung mit öffentlichen Mitteln vor zwei Jahren seiner Bestimmung übergeben worden. Die Gemeinde hofft auf einen engagierten neuen Pächter, der das Haus mit Leben erfüllt.

Da steht es nun und entfaltet seine ganze Pracht in der Frühsommersonne. Vergeblich bislang - das sanierte Kulturhaus fristet momentan ein Mauerblümchen-Dasein. Die Gemeinde such nach einem neuen Pächter.

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23. Mai 2012, 10:43 Uhr

gross Laasch | Da steht es nun und entfaltet seine ganze Pracht in der Frühsommersonne. Vergeblich bislang - das frisch sanierte Laascher Kulturhaus fristet momentan ein Mauerblümchen-Dasein. Händeringend sucht die Gemeinde nach einem neuen Pächter.

Bürgermeister Markus Lau hat dieses Thema in den vergangenen Wochen die gute Laune geraubt. Mürrische Miene statt gewohnt strahlendem Optimismus. Auch am Dienstagmorgen sitzt er wieder am Computer im Gemeindebüro, um die E-Mails zu lesen. Tatsächlich, ein potenzieller Interessent möchte nähere Informationen zur Offerte der Gemeinde. "Die Suche gestaltet sich echt schwierig", gesteht der Bürgermeister, denn ein künftiger Betreiber soll auch zur Gemeinde passen. Gesucht wird ein Bewerber für die Gastronomie der "Laascher Landstuben" und den Saal. Eine Wohnung stehe zur Verfügung und auch vier Fremdenzimmer gäbe es. "Wir wollen möglichst alles im Paket verpachten", nennt Lau Vorstellungen der Gemeindevertretung. "Die Rahmenbedingungen sind günstig", erklärt Markus Lau und meint damit den Verhandlungsspielraum, den sich die Gemeinde erarbeitet hat, weil sie eben nicht von Kreditbelastungen auf dem Kulturhaus erdrückt wird.

Dabei war der Start ins neue Kulturhaus-Zeitalter geglückt. Mit dem Gastronomen Mario Kuhlmey schien die Gemeinde "einen guten Fang" gemacht zu haben. Doch dann erkrankte dieser schwer und musste aufgeben.

Relativ schnell war ein neuer Interessent gefunden. Ein Gastronom aus Ludwigslust wollte einsteigen. "Doch die Verhandlungen führten nicht zum Erfolg", sagt Bürgermeister Lau hintergründig, ohne Details preiszugeben. "Es war ein zu langer Prozess des Zueinander-Findens", kommentiert er nur. "Aber wir als Gemeindevertretung haben daraus gelernt, sind schlauer geworden, wie wir eine Zusammenarbeit mit potenziellen Interessenten aufbauen können." Wer Interesse habe, könne sich bei ihm melden, streckt der Bürgermeister die Hand aus.

Er wuchert auch noch mit einem weiteren Pfund. Die Umgebung des Kulturhauses werde sich in den nächsten Jahren verändern. Dafür stehen Fördermittel aus Europa zur Verfügung - ELER heißt das Programm. Studenten der Hochschule Wismar haben dazu einen Workshop im Dorf veranstaltet (SVZ berichtete). In Kürze sollen in der Hansestadt die ersten Entwürfe vorgestellt werden. Sie werden dann die Basis für die zukünftige Gestaltung sein.

Und auch, dass der Elbe-Ostsee-Radweg Touristen in die Gemeinde trägt, ist für Markus Lau ein Standortvorteil.

Fünfeinhalb Jahre hatte es seinerzeit gedauert, dass aus der Idee der Kulturhaussanierung Wirklichkeit wurde. Mit dem Umbau ist ein Multifunktions-Gemeinde-Zentrum mit Saal und Außenbühne entstanden. Von den Gesamtkosten über 1,13 Millionen Euro wurden durch Bund und Land knapp 800 000 Euro beigesteuert.

Zur Eröffnung im Spätherbst 2010 war sogar MVs Landwirtschaftsminister Till Backhaus erschienen.

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