zur Navigation springen
Mecklenburg-Vorpommern

20. November 2017 | 22:22 Uhr

"So ein Tag, so wunderschön..."

vom

svz.de von
erstellt am 15.Apr.2012 | 07:08 Uhr

Dresden | "Einer geht noch, einer geht noch rein", skandierten die Fans der Schweriner Volleyballerinnen beim Stand von 14:7 im Tiebreak am Sonnabend beim Final-Rückspiel in Dresden. Und er ging noch. SSC-Mittelblockerin Anja Brandt setzte den Schlusspunkt unter eine grandiose Saison. Danach kannte der Jubel auf dem Spielfeld bei den SSC-Damen sowie auf der Tribüne bei den Fans keine Grenzen mehr. Während die Spielerinnen ruckzuck ein Jubelknäuel waren, sangen die Fans "Hurra, hurra, der SSC ist da", "So sehn Sieger aus", "So ein Tag, so wunderschön wie heute" oder "Deutscher Meister wird nur der SSC". Gleich nach dem ersten Jubel lief das Team von SSC-Trainer Teun Buijs in die Ecke zu seinen Fans und feierte mit der La-Ola.

"Wir haben wieder mal gezeigt, dass wir topfit sind, wenn es drauf ankommt. Wir haben einfach mit Selbstvertrauen drauflosgespielt und unglaublich die Nerven behalten", sprudelte es aus Zuspielerin Denise Hanke heraus. Der SSC startete auch furios. Der Dresdner SC war im ersten Satz überfordert, die gut 200 Schweriner Fans oben im äußersten Block der Margon-Arena feuerten ihre Mannschaft ununterbrochen an. Zum größten Teil waren sie lauter als die restlichen knapp 3000 Anhänger in roten Shirts. Nach dem fulminanten SSC-Beginn kam auch der DSC besser in Fahrt. Die Partie, die nicht hochklassig aber enorm spannend war, fand ihren Gipfel im Tiebreak. Und wieder "explodierten" die Schwerinerinnen. Grandios führten sie mit 8:2. "Jetzt geht’s los", stimmte die "gelbe Wand" an. "Die Fans waren wieder super. Das ist einfach ein Erlebnis in dem Block dabeizusein", strahlte SSC-Präsident Johannes Wienecke.

Um 19.50 Uhr war das Meisterstück - damit das Double nach dem Pokalsieg - vollbracht. Und der Dresdner SC musste nach 2011 am Samstag wieder die goldene Konfetti-Kanone für den SSC zünden. "Man denkt schon irgendwie an letztes Jahr. Ich hatte volles Vertrauen, dass das wieder klappt", freute sich Anja Brandt, um grinsend hinzufügen: "Vielleicht sollten wir immer erst mit dem Tiebreak anfangen, oder mit dem Golden Set."

So war es MV-Ministerpräsident Erwin Sellering vorbehalten, der erfolgreichsten Mannschaft Mecklenburg-Vorpommerns die Meisterschale zu überreichen. Auch die DSC-Anhänger waren geblieben, um dem frischgebackenen Titelträger die Ehre zu erweisen. Sie hatten zuvor erst ihr Team gebührend gefeiert, das mit Tränen in den Augen die Meisterfeier miterlebte, danach jedoch verständlicherweise schnell verschwand. "Eine Schale gehört nirgendwo hin, sie muss immer erkämpft werden", so Wienecke, der damit auf die Aussage von Dresdens Trainer vor der Saison anspielte. Damals meinte Alexander Waibl: "Wir wollen deutscher Meister werden, damit die Schale dahinkommt, wo sie hingehört - nach Dresden."

Mit ihren Goldmedaillen um den Hals warfen sich die Mädels ins Getümmel. Sektduschen prasselten hernieder. Die Spielerinnen ließen es sich nicht nehmen, eine Bauchlandung in der glitschigen Masse hinzulegen. In Dresden fiel nur der Startschuss für den langen Party-Marathon in der Nacht…

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen