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Mecklenburg-Vorpommern

20. Oktober 2017 | 10:59 Uhr

Technik : Smartphone als Reiseführer

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Immer mehr Touristen setzen auf Apps statt Gedrucktes – in MV kommen sie so schon durch einige Städte

svz.de von
erstellt am 28.Apr.2014 | 14:00 Uhr

Einige Städte und Tourismusregionen in MV präsentieren sich bereits mit einer eigenen App im Internet. Andere arbeiten noch daran. In Rostock, Stralsund und Greifswald genügt bereits ein Klick und Informationen zu Sehenswürdigkeiten, Übernachtungen oder Gaststätten erscheinen auf dem Smartphone oder Tablet. Auf Rügen und Usedom braucht der Urlauber keinen gedruckten Reiseführer mehr – die App aufs Smartphone geladen, und die Inseln ließen sich „in die Tasche“ stecken, heißt es auf den Internetseiten der Tourismuszentralen.

„Wir müssen immer gucken, was der Gast will“, sagte der Sprecher des Landestourismusverbands, Tobias Woitendorf.

 

Es würden immer weniger Broschüren bestellt, man informiere sich vorab oder vor Ort im Internet. Eine landesweite App des Tourismusverbandes gebe es aber nicht. „Zur Urlaubsvorbereitung braucht man nicht täglich neue Informationen aus Mecklenburg-Vorpommern“, begründete Woitendorf dies. Seit vorigem Jahr existiere aber eine Internetseite mit einer entsprechenden Ausgabe für Smartphones und Tablets. Zudem sei der Verband gemeinsam mit Kommunen dabei, eine Datenbank mit Sehenswürdigkeiten, Informationen zu Hotellerie und Gastronomie zu füllen.

 

Ab Mai sollen über soziale Medien Angebote speziell für junge Leute bereitstehen, die zu Festivals gehen, Surfkurse oder Outdoor-Touren buchen wollen, kündigte Woitendorf an. Für Rad- und Wasserwanderer sind Routen und Karten mobil abrufbar. Ein Problem seien allerdings die vielen Funklöcher im Land. Zur Sicherheit gehöre eine klassische Karte noch ins Gepäck.

 

Die Hansestadt Wismar steht bei der Verwendung neuer Medien noch am Anfang, wie Sprecher Andreas Nielsen sagte. Zum ersten Anlauf von Kreuzfahrtschiffen im Mai will sie aber eine App vorweisen. Stralsunds Sprecher Peter Koslik nannte eine Summe von 3000 Euro für die Erstellung der mehrsprachigen Stralsunder App sowie 300 Euro für jährliche Pflegekosten.

 

Für Schwerin gibt es eine mobile Version des Tourismusportals mit Übernachtungsangeboten, Kurzreisen, Sehenswürdigkeiten und Tagesprogramm-Tipps, wie die Stadtmarketing GmbH mitteilte. Zudem existierten mehrere Schwerin-Apps von unterschiedlichen Anbietern. Die Stadt arbeite ebenfalls an einer mobilen Version ihrer Webseite, vorwiegend für die Schweriner selbst, wie Stadtsprecherin Michaela Christen sagte. Auf dem Markt steht seit vorigem Jahr öffentliches WLAN zur Verfügung. Nutzer könnten pro Tag 60 Minuten lang kostenlos ins Netz gehen.

 

Diesen Service bieten auch Rostock und Stralsund an verschiedenen Stellen. Über die Rostock App lassen sich Informationen zu Sehenswürdigkeiten, Veranstaltungen, Restaurants und Shopping abrufen, Hotels und Ferienwohnungen buchen. Auch eine Schnitzeljagd durch Rostock mit GPS-Gerät oder Smartphone-App sei möglich, wie Franziska Nagorny vom Stadtmarketing berichtete. Mit Hilfe von Apps ließen sich auch Radtouren in der Region Rostock sowie Rundtouren in Stralsund zusammenstellen.

 

Neben Sehenswürdigkeiten und Shopping-Möglichkeiten denken die App-Gestalter aber auch an besonders dringende Bedürfnisse der Nutzer: In Greifswald führt das Smartphone zur nächsten öffentlichen Toilette.

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