Personalräte schlagen Alarm : Situation an Theatern ist dramatisch

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Die Betriebsräte der Theater beklagen eine Verschlechterung der Situation an den Bühnen im Norden. Besonders dramatisch sei die Situation in MV, wo außer in Schwerin keines der Theater mehr eine Tarifbindung habe.

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28. September 2012, 09:45 Uhr

Schwerin/Hamburg | Die Betriebsräte der Theater beklagen eine Verschlechterung der Situation an den Bühnen im Norden. "Jede Tarifrunde im öffentlichen Dienst wird erneut zu einer Zitterpartie, ob die Lohnerhöhungen übernommen werden oder nicht", sagte Bettina Vehrs, Betriebsratsvorsitzende des Thalia Theaters in Hamburg. Besonders dramatisch sei die Situation an den Theatern in Mecklenburg-Vorpommern, wo außer in Schwerin keines der Theater mehr eine Tarifbindung habe. Auch an den Privattheatern habe es seit Jahren "keine echte Erhöhung der Zuschüsse mehr gegeben", sagte Verdi-Landesleiterin Agnes Schreieder.

Über die Situation in Mecklenburg-Vorpommern berichtete Andreas Fritsch aus Schwerin: "Seit 1994 wurde die Zahl der Beschäftigten an den Bühnen halbiert." Sollte das so weitergehen, würden bis zum Jahr 2020 nochmals 400 der 1300 Arbeitsplätze verlorengehen.

Hintergrund: Erst am Dienstag hatte Kultusminister Mathias Brodkorb (SPD) neun verschiedene, von einer Beraterfirma erarbeitete Varianten für den Umbau der Theaterlandschaft in MV vorgelegt. Nun sollen sich Theater-Chefs und die Kommunen als Träger der Bühnen bis zum Jahresende auf eine Variante einigen - Personalabbau ist bei allen neun Vorschlägen eingeplant, um bis 2020 die Landesförderung von 35,8 Millionen Euro nicht erhöhen zu müssen.

Das Mecklenburgische Staatstheater lädt alle Interessierten am Sonntag, 30. September, von 13 bis 18 Uhr zu einem Tag der offenen Tür ein.

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