Singles im Trend: MV allein zu Haus

Warten auf den Richtigen: Nicht jeder entscheidet sich freiwillig für das Leben ohne Partner imago/Olaf Döring
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Warten auf den Richtigen: Nicht jeder entscheidet sich freiwillig für das Leben ohne Partner imago/Olaf Döring

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11. Januar 2013, 07:16 Uhr

Schwerin | In Mecklenburg-Vorpommern leben immer mehr Menschen allein. Im vergangenen Jahr war bereits jeder Fünfte Single, wie das Statistische Amt in Schwerin mitteilte. Insgesamt stieg die Zahl der alleinlebenden Menschen im Land auf 347 100.

Damit hat sich auch die Situation der privaten Haushalte grundlegend geändert. Bereits 41 Prozent aller Wohnungen werden nur noch von einer Person bewohnt. Singles stellen damit die häufigste Haushaltsgröße im Land.

"Die Struktur der Privathaushalte hat sich innerhalb von 20 Jahren komplett verändert", sagt Frauke Kusenack vom Statistischen Amt gegenüber unserer Redaktion. 1991 gab es erst 179 000 alleinlebende Mecklenburger und Vorpommern. Zehn Jahre später waren es bereits 294 000. Bis heute hat sich die Zahl der Singlehaushalte nahezu verdoppelt.

"Hauptursache ist die veränderte Altersstruktur", sagt Frau Kusenack zu den Ursachen der Entwicklung. Das Durchschnittsalter der Bevölkerung steigt seit Jahren kontinuierlich. "Viele Menschen bleiben allein, wenn der Partner im Alter stirbt", so die Statistikerin. 34 Prozent der Menschen im Alter über 70 Jahren wohnen allein. Wie aus der Statistik weiter hervorgeht sind 95 000 Singles in Mecklenburg-Vorpommern verwitwert. 72 100 Alleinlebende sind geschieden und bei den Verheirateten leben 17 900 getrennt. Unterschiede zwischen den Geschlechtern gibt es kaum. 170 400 Männer und 176 700 Frauen sind allein. Das Alleinleben ist den Statistikern zufolge auch oft mit finanziellen Problemen verbunden. 91 900 Singels in Mecklenburg-Vorpommern haben weniger als 700 Euro im Monat zur Verfügung.

Deutliche Unterschiede gibt es zwischen den Bundesländern. Der Anteil der Singlehaushalte ist in den Stadtstaaten Berlin mit 31 Prozent, Hamburg und Bremen mit jeweils 28 Prozent laut Statistischem Bundesamt am höchsten. Unter den Flächenländern gibt es die höchste Quote in Sachsen mit 23 Prozent. Dann folgt bereits Mecklenburg-Vorpommern mit 21 Prozent. In Rheinland-Pfalz gibt es mit 16 Prozent die wenigsten Singles.

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