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Der ideale Weihnachtsbaum : Silbertanne mit Orangenduft

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Die Wahl fällt nicht leicht: Während manche Tannenbäume stechen und früh ihre Nadeln abwerfen, haben andere ein angenehm weiches Grün und duften zudem herrlich nach Wald. Welcher Baum ist also der ideale Weihnachtsbaum?

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erstellt am 09.Dez.2011 | 12:30 Uhr

Die Wahl fällt nicht leicht: Während manche Tannenbäume stechen und früh ihre Nadeln abwerfen, haben andere ein angenehm weiches Grün und duften zudem herrlich nach Wald. Welcher Baum ist also der ideale Weihnachtsbaum? Ganz so einfach lässt sich diese Frage nicht beantworten, denn jede Baumart hat ihre ganz eigenen Vorzüge - und Nachteile.

Nordmanntanne
Die Nordmanntanne oder auch Nordmannstanne (Abies nordmanniana) wird auch als Kaukasustanne angeboten. Ursprünglich stammt sie wirklich aus dem westlichen Kaukasus, heute aber kommt sie zu uns vornehmlich aus Dänemark, mitunter auch aus Irland. Sie ist hierzulande einer der beliebtesten Weihnachtsbäume überhaupt und das hat seinen Grund. Die Nordmanntanne hat stabile Äste und hält so auch schweren Christbaumschmuck. Darüber hinaus stechen ihre Nadeln nicht und halten sich recht lange am Baum, selbst in beheizten Räumen. Als Ballenware wächst die Nordmannstanne nach dem Fest gut im Garten an, solange der Boden nur locker genug ist. Leider gibt es auch einen Nachteil: Ganz billig sind die Bäume nicht.

Edeltanne Nobili
Die Edeltanne (Abies procera bzw. Abies nobilis) wird auch als Nobilistanne oder kurz Nobilis verkauft, manchmal findet sich die Bezeichnung Silbertanne bzw. Pazifische Edeltanne. Sie gilt zu Recht als idealer Weihnachtsbaum, wenn nur der hohe Preis nicht wäre. Die Edeltanne sieht einfach umwerfend aus mit ihren starken Ästen, die fast senkrecht vom Stamm abstehen, und ihren dichten, kaum stechenden Nadeln. Zudem verströmt sie einen leichten Orangenduft. Die Silbertanne ist der Baum der Wahl, wenn es um eine maximale Haltbarkeit in beheizten Räumen geht, etwa Geschäftsräumen. Einen Wermutstropfen gibt es allerdings: Häufig findet sich unter der Bezeichnung Glauca nicht etwa die ebenfalls beliebte blaue Zuchtform der Edeltanne Abies procera Glauca, auch Blautanne genannt, sondern vielmehr die blaue Stechfichte Picea pungens Glauca, die ihrem Namen alle Ehre macht und gern piekst. Dafür ist sie deutlich günstiger zu haben als die echte Edeltanne.

Blaufichten
Nur ganz junge Bäume der Stechfichte (Picea pungens) stechen nicht. Das Schmücken einer Stechfichte und ihrer blauen Zuchtform, der blauen Stechfichte Picea pungens Glauca, muss mit Bedacht geschehen. Andererseits sind die Äste stabil, halten also auch schwereren Schmuck. Preislich sind die Stechfichten weitaus angenehmer als ihre Habtik. Darüber hinaus verströmen die Bäume einen schönen Waldduft. Die Stechfichte, und zwar nicht nur ihre blaue Zuchtform, wird übrigens auch unter der wohlklingenderen Bezeichnung Blaufichte angeboten und hat es so mancherorts auf Platz 2 der beliebtesten Weihnachtsbäume geschafft. Von der Haltbarkeit her liegt sie im Mittelfeld. Zu den günstigsten Weihnachstbäumen überhaupt zählen übrigens die Gemeinen Fichten (Picea abies) und auch die Rotfichten (Picea rubens), die allerdings beide schon nach nur wenigen Tagen in beheizten Räumen ihre Nadeln abwerfen.

Omorika
Die Omorika (Picea omorika), auch Serbische Fichte genannt, gehört zu den günstigeren Weihnachtsbäumen am Markt. Sie hat zwar etwas härtere Nadeln, aber wirklich schmerzhaft sticht sie nicht. Richtig schweren Schmuck tragen ihre Äste nicht. Als Ballenware wächst die Omorika später gut im Garten an.

Kiefern
Kiefern (Pinus sylvestri) duften angenehm und bleiben relativ lange frisch. Vor allem Weymothkiefern (Pinus strobus) sind in der Weihnachtszeit beliebt, eignen sich aber vor allem für Dekozwecke oder sehr leichten Schmuck, da ihre Zweige leicht brechen.

Die Pflege
Lebende Weihnachtsbäume, also solche, die mitsamt Wurzeln im Ballen gekauft werden, sollten nur wenige Tage im Haus verbringen und so schnell wie möglich nach dem Fest im Garten eingepflanzt werden, spätestens nach einer Woche im Wohnzimmer. Für alle anderen Bäume gilt: Frisch geschlagene Weihnachtsbäume aus heimischem Anbau halten sich länger als die, die aus dem Ausland kommen. Wann ein Baum gefällt wurde, ist an der Schnittstelle zu sehen: Je dunkler sie ist, desto älter ist sie.

Gerade gekaufte Tannenbäume sollten nicht sofort im warmen Wohnzimmer aufgestellt werden, damit sie keinen Temperaturschock bekommen. Eine eintägige Zwischenlagerung auf dem Balkon oder in der Garage ist zu empfehlen, bei Ballenware auch, bevor der Baum in den Garten gepflanzt werden soll. Muss der Tannenbaum noch länger auf seinen Einsatz warten, schneidet man am besten am Stumpf eine etwa 2 Zentimeter dicke Scheibe ab und stellt ihn anschließend ohne Netz mit dem Fuß in einen Eimer mit Wasser. Ein wenig Zucker im Wasser hilft auch später im Wohnzimmer den Tannenbaum länger frisch zu halten. In der Nähe der Heizung oder des Ofens sollte er nicht stehen, da er sonst seine Nadeln schneller verliert, als der Weihnachtsmann "Ho, ho, ho!" sagen kann.

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