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Ausschreitungen : Siebenmal Sportgericht für Hansa

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Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Heute Verhandlung gegen Drittligist in Frankfurt am Main / Zurückliegende Saison kostete den Verein 70 000 Euro

Auf den Fußball-Drittligisten Hansa Rostock könnte heute erneut eine hohe Strafe wegen früherer Ausschreitungen einiger Fans zukommen. Das DFB-Sportgericht verhandelt von 13 Uhr an über sieben Spiele der laufenden Saison, in denen es wiederholt Vorkommnisse mit Rostocker Anhängern gab.

26. Oktober 2013: Nach dem Heimspiel gegen den Halleschen FC versuchten rund 150 Rostocker Anhänger, sich am Stadion mit den Gäste-Fans zu prügeln. Bei den Auseinandersetzungen wurden Einsatzkräfte der Polizei mit Steinen und Pyrotechnik beworfen.

1. November 2013: Auch bei der Auswärtspartie gegen Preußen Münster kam es zu Vorkommnissen mit Rostocker Anhängern, die vor Gericht behandelt werden.

9. November 2013: Das Heimspiel gegen Wacker Burghausen steht ebenfalls auf der Tagesordnung des Sportgerichtes.

23. November 2013: Bereits vor dem Spiel in der Red Bull Arena in Leipzig wurden Polizeibeamte von Hansa-Anhängern mit Flaschen und pyrotechnischen Gegenständen beworfen. Im Eingangsbereich des Stadions war es dann zu Ausschreitungen gekommen: 200 Rostocker wollten ohne Einlasskontrolle in das Innere gelangen. Dabei wurden ein Eingangstor beschädigt und Sicherheitskräfte angegriffen.

21. Dezember 2013: Bei Holstein Kiel wurde ein Rostocker bereits am Kieler Hauptbahnhof wegen Widerstandes gegen die Staatsgewalt festgenommen, zwei weitere wurden im Stadion wegen Flaschenwürfen verhaftet.

1. Februar 2014: Bei der Partie gegen den VfL Osnabrück sorgten Rostocker Fans für eine Spielunterbrechung. Die Zuschauer warfen zahlreiche Gegenstände auf das Spielfeld. Dabei wurde offenbar ein Spieler getroffen. Der zuständige Schiedsrichter schickte beide Mannschaften in der Rostocker DKB-Arena für 14 Minuten in die Kabinen.

5. April 2014: Im Erdgas Sportpark des Halleschen FC fielen beide Fanlager durch das Werfen von Gegenständen und Zünden von Pyrotechnik negativ auf.

„Wir haben uns akribisch mit jedem einzelnen der genannten Fälle beschäftigt, um auch unsere Argumente vorzutragen“, sagt Michael Dahlmann, Vorstandsvorsitzender des FC Hansa Rostock, auf Nachfrage unserer Zeitung. Bei einigen Fällen sollte seiner Ansicht nach nicht der Verein belangt werden. „Wir hoffen auf ein faires Urteil, schließlich zählt für uns jeder Euro.“

Im Oktober 2013 musste der Verein bereits eine Geldstrafe in Höhe von 8000 Euro wegen des unsportlichen Verhaltens seiner Anhänger bei den Spielen beim VfL Osnabrück, Chemnitzer FC und MSV Duisburg zahlen. Die vergangene Drittliga-Saison kostete die Hanseaten insgesamt 70 000 Euro Strafgelder.


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erstellt am 17.Apr.2014 | 07:30 Uhr

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