Zahlen aus MV : Sieben Tote bei Unfällen auf Arbeit

Gute und schnelle Hilfe kann im Ernstfall Leben retten.
Gute und schnelle Hilfe kann im Ernstfall Leben retten.

Stress, Hektik, Müdigkeit sind häufigste Ursachen

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03. August 2015, 06:30 Uhr

Immer häufiger stehen Beschäftigte unter Zeit- und Leistungsdruck. In Mecklenburg-Vorpommern ereigneten sich in diesem Jahr bereits sieben tödliche und 18 besonders schwere Arbeitsunfälle. Im gesamten vergangenen Jahr starben zehn Menschen bei Unglücken im Job.

„Die meisten Unfälle passieren auf dem Bau sowie in der Land- und Forstwirtschaft“, sagte gestern Anja Neutzling, Sprecherin des Landesamtes für Gesundheit und Soziales (Lagus). So verunglückte ein 19-jähriger Bauarbeiter in Schwerin vor vier Wochen bei Kanalbauarbeiten tödlich, als ein 16-Tonnen-Bagger umstürzte und den jungen Mann unter sich begrub. Vor zwei Wochen verletzte sich ein 25-jähriger Arbeiter in Röbel beim Bau einer Windkraftanlage schwer, als ihm ein tonnenschwerer Stahlträger auf den Fuß fiel. Auf einem Hagenower Bundeswehrgelände fiel Ende Juni ein 54-jähriger Arbeiter von der Leiter und musste schwerverletzt mit einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus geflogen werden.

„Häufig führen individuelle Fehler zu Arbeitsunfällen“, sagte Frau Neutzling. Nach einer Untersuchung der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung treten Stress, Hektik, Müdigkeit und Ablenkung als die häufigsten Unfallquellen auf. Insgesamt starben seit dem Jahr 2000 in Mecklenburg-Vorpommern 211 Menschen im Job.

Für mehr Arbeitsschutz führte das Lagus im vergangenen Jahr in 5235 Betriebsstätten im Land 10 900 Kontrollen vor Ort durch. Dabei wurden 8508 Mängel registriert, die die Unternehmen abstellen mussten.

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