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Klönschnack auf der Podiumskante : Sieba Abadi trifft den Präsidenten

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Ein Mädchen mit dem Namen Sieba Abadi ist dem mächtigsten Mann Deutschlands in Nordwestmecklenburg so nahe gekommen, wie es nur selten der Fall ist. Die Zwölfjährige hielt Klönschnack mit dem "ersten Mann" im Staate.

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erstellt am 16.Dez.2012 | 05:54 Uhr

Wismar | Ein Mädchen mit dem Namen Sieba Abadi ist dem mächtigsten Mann Deutschlands in Nordwestmecklenburg so nahe gekommen, wie es nur selten der Fall ist. Die Zwölfjährige hielt auf einer Podiumskante sitzend Klönschnack mit dem "ersten Mann" im Staate - als Fernsehkameras, Mikrofone und Scheinwerfer längst ausgeschaltet waren. Dass sich mehr als hundert Augenpaare - inklusive die der Personenschützer - auf das Mädchen und den Präsidenten im Wismarer Zeughaus richteten, schien die Beiden nicht zu interessieren. Gauck erzählte, Sieba lachte. "Dass du hier warst, hat mir sehr geholfen, mich zu freuen", sagte Gauck zu der ZDF-Kinderreporterin.

Ein Millionen-Publikum wird die Beiden Heiligabend im Fernsehen sehen. Dann strahlt das ZDF "Alle Jahre wieder - Weihnachten mit dem Bundespräsidenten" aus. Eine Sendung, die erstmals in der wieder aufgebauten St.-Georgen-Kirche Wismar aufgezeichnet wurde.

Ein Heimspiel für den Bundespräsidenten

Sieba, die ZDF-Kinderreporterin aus Berlin, und TV-Moderatorin Andrea Ballschuh werden Bundespräsident Joachim Gauck und seiner Lebensgefährtin Daniela Schadt so manches Geheimnis entlocken. SVZ-Leser können bereits vor der Ausstrahlung der TV-Sendung erfahren, warum drei Nummern zu große Schuhe aus Amerika einst zu den schönsten Weihnachtsgeschenken Gaucks zählten: Denn mit ihnen konnte der junge Gauck in einem Nachkriegs-Winter endlich wieder zur Schule gehen, andere hatte er nicht mehr.

Für Joachim Gauck war die TV-Aufzeichnung in der Hansestadt Wismar ein Heimspiel in seinem Heimatland MV. Dabei traf er auch auf einstige Weggefährten. "Wismars Bürger meister Thomas Beyer kenne ich noch als jungen Studenten in Rostock. Er nahm teil an der Demokratiebewegung 1989", sagte das Staatsoberhaupt.

Gauck habe sich gefreut, dass die TV-Sendung "Alle Jahre wieder - Weihnachten mit dem Bundespräsidenten" in Mecklenburg gefeiert werde. "Ich hätte mich auch woanders hin begeben können, wo die Bürgergesellschaft schon etablierter ist, wo die Spendenbereitschaft noch größer ist, wo eine Bürgerkultur schon stärker greifbar ist als hier im Nordosten Deutschlands", sagte er. "Aber gerade wenn sich hier im Nordosten etwas bewegt, steckt so viel Kraft und Energie dahinter - und kein 40-jähriges Training, um selbst bestimmt und eigenverantwortlich zu handeln. Das rührt mich dann immer besonders", verdeutlichte Joachim Gauck.

Der Bundespräsident würdigte in Wismar unter anderem die Deutsche Stiftung Denkmalschutz mit der Vorsitzenden Rosemarie Wilcken. Den Wiederaufbau der Wismarer St.-Georgen-Kirche verglich Gauck mit der Wiedererrichtung der Dresdner Frauenkirche. In beiden Fällen hätten Menschen gesagt und gezeigt: "Wir sind imstande, Großes zu leisten", so der Bundespräsident. Die St.-Georgen-Kirche war 1945 bei einem Luftangriff schwer beschädigt worden.

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