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Mecklenburg-Vorpommern

24. September 2017 | 08:58 Uhr

Sie wollen für MV in den Bundestag

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erstellt am 05.Jun.2013 | 11:01 Uhr

Schwerin | Der Countdown läuft. Nur noch 109 Tage bis zur Bundestagswahl am 22. September 2013. Bei den großen Parteien in Mecklenburg-Vorpommern laufen die Wahlkampfvorbereitungen auf Hochtouren. Die Direktkandidaten stehen fest. Auch die Bewerber auf den Landeslisten, die über die Zweitstimme in den Bundestag einziehen, sind gewählt. Neu wird im Gegensatz zur letzten Bundestagswahl sein, dass das Land in sechs statt wie bisher in sieben Wahlkreise aufgeteilt ist. Grund: Wir haben nur noch 1,61 Millionen Einwohner - vor der letzten Bundestagswahl 2009 waren es 1,65 Millionen. Verloren ging der bisherige Wahlkreis 18 Neubrandenburg, Mecklenburg-Strelitz, Uecker-Randow. Mit dem Verlust hat der Gesetzgeber die verbliebenen sechs Wahlkreise neu eingeteilt.

Im Wahlkreis 12 wird es ganz spannend. Gleich drei Kandidaten lagen bei der letzten Bundestagswahl 2009 fast gleich auf und treten auch in diesem Jahr wieder gegeneinander an. Dietrich Monstadt (CDU) gewann mit 29,3 Prozent den Wahlkreis - zu dem Schwerin und Westmecklenburg gehört - ganz knapp vor Dietmar Bartsch (Linke) mit 28,5 Prozent und Hans-Joachim Hacker (SPD) mit 25,6 Prozent. Hacker hat mit 23 Jahren Bundestag die meiste Parlamentserfahrung aller Kandidaten in Mecklenburg-Vorpommern. Nur Angela Merkel saß genauso lange im Bundestag.

Im Wahlkreis 13 treten zwei Newcomer an aus Wismar an: Der 41-Jährige René Domke ist gerade erst zum FDP-Landesvorsitzenden gewählt worden und gilt bei den Liberalen als große Hoffnung. Frank Junge steigt für die SPD in Ring. Der kommunikative 46-jährige Sportlehrer arbeitet als Pressesprecher in der Wismarer Stadtverwaltung. Die größten Chancen werden allerdings der ein Jahr jüngeren Karin Strenz (CDU) eingeräumt, die die Wahl vor vier Jahren bereits deutlich mit 33,7 Prozent gewonnen hat. Im Bundestag arbeitete sie unter anderem im Verteidigungsausschuss.

Im Wahlkreis 14 wird es ebenfalls spannend. Dort tritt Steffen Bockhahn an, der 2009 als einziger Linker bisher in Mecklenburg-Vorpommern bei Bundestagswahlen einen Wahlkreis gewann. Ob ihm das 2013 wieder gelingt? Größter Herausforderer in Rostock und Umgebung ist der SPD-Kandidat Christian Kleiminger, der von 2005 bis 2009 im Bundestag saß. Parlamentserfahrung hat auch der Kanidat der Grünen, Harald Terpe. Der 58-jährige gebürtige Greifswalder ist ebenfalls seit 2005 Mitglied des Bundestages und gesundheitspolitischer Sprecher seiner Fraktion. Der Arzt erreichte 2009 allerdings nur 10,7 Prozent und kam als einziger MV-Grüner über die Landesliste ins Parlament.

Im Wahlkreis 15 sind die Messen so gut wie gesungen. In Stralsund, Rügen und Nordvorpommern tritt die Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) höchstpersönlich an und gilt als haushohe Favoritin. Bereits 2009 konnte sie 49,3 Prozent der 117 306 Stimmen auf sich vereinigen. Abgeschlagen dagegen ihre Harausforderin Sonja Steffens (SPD) mit nur 12 Prozent. Dennoch wird die 49-jährige Rechtsanwältin auch in diesem Jahr wieder in den Bundestag einziehen, denn sie steht auf Platz 1 der Landesliste ihrer Partei.

Im Wahlkreis 16 tritt ein ehemaliger Defa-Schauspieler an. Holm-Henning Freier spielte 1972 an der Seite von Helga Göring in dem Streifen "Die große Reise der Agathe Schweigert" den Ernst Schweigert. Am 22. September will er die große Reise nach Berlin antreten und für die SPD den Wahlkreis Neubrandenburg, Mecklenburgische Seenplatte, Südvorpommern gewinnen.

Größter Widersacher dürfte Matthias Lietz (CDU) aus Lubmin bei Greifswald sein. Der gebürtige Sachse holte 2009 beachtliche 38 Prozent und sitzt seit vier Jahren im Bundestag.

Im Wahlkreis 17 hofft das politische Schwergewicht Eckhardt Rehberg auf einen Wahlsieg. Der langjährige Landesvorsitzende der Union holte bei der Bundestagswahl 2009 sehr gute 34,7 Prozent. Seit 2005 sitzt er im höchsten deutschen Parlament und scheint nach langen Grabenkämpfen, seinen Frieden mit dem Landesverband gefunden zu haben. Gegen den 59-jähigen Unionspolitiker tritt unter anderen Heidrun Bluhm, Landesvorsitzende der Linken an. Auch wenn die gebürtige Schwerinerin nicht gewinnen sollte, ist ihr auf dem zweiten Listenplatz ihrer Partei der erneute Einzug in den Bundestag sicher.

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