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Neubrandenburg : Sicherungsverwahrung abgelehnt

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Ein rückfälliger Sexualstraftäter aus Neustrelitz, der einen Jungen missbrauchte, während er noch unter Justizaufsicht stand, wird nicht in Sicherungsverwahrung genommen. Der Bundesgerichtshof hat die Revision verworfen.

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erstellt am 01.Feb.2012 | 12:04 Uhr

Neubrandenburg | Ein rückfälliger Sexualstraftäter aus Neustrelitz, der einen Jungen missbrauchte, während er noch unter Justizaufsicht stand, wird nicht in Sicherungsverwahrung genommen. Der Bundesgerichtshof hat die Revision, mit der die Staatsanwaltschaft noch eine Sicherungsverwahrung erreichen wollte, als unbegründet verworfen, sagte ein Sprecher des Landgerichts Neubrandenburg gestern.

Der 27-jährige Täter war Anfang 2011 zu viereinhalb Jahren Haft wegen schweren Kindesmissbrauchs, Freiheitsberaubung, Körperverletzung und Verstoßes gegen Weisungen der Führungsaufsicht verurteilt worden. Die Sicherungsverwahrung hatte das Landgericht aus "formellen Gründen" abgelehnt. Der Verurteilte hatte vor Gericht gestanden, einen neunjährigen Jungen im August 2010 missbraucht zu haben. Der Fall hatte für Aufsehen gesorgt, weil der Mann einschlägig vorbestraft war und nach Verbüßung der letzten Haft 2008 in ein Programm des Schweriner Justizministeriums zur Überwachung von Straftätern aufgenommen wurde. Dabei hatte er die Auflage, sich von Kindern fernzuhalten. Der Verurteilte hatte sich auch Ende 2005/Anfang 2006 zweimal an Kindern im damaligen Uecker-Randow-Kreis sexuell vergangen.


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