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Landespräventionspreis 2013 : Sicherheit von Senioren im Fokus

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Der Landespräventionsrat reagiert auf die demografische Entwicklung in MV und richtet den Fokus verstärkt auf Sicherheitsprojekte für Senioren. Die besten Initiativen sollen mit dem Präventionspreis 2013 geehrt werden.

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erstellt am 12.Feb.2013 | 06:26 Uhr

Schwerin | Das Bäckerauto mit Infos zur Kriminalitätsvorbeugung für Senioren im Landkreis Ludwigslust-Parchim oder der Seniorencomputerclub Neustrelitz, dessen Mitglieder sich gegenseitig fit vor den Gefahren im Internet machen - das sind nur zwei Beispiele im Land für Projekte und Initiativen , die ältere Menschen in MV davor schützen, Opfer von Straftaten zu werden. Ab sofort suchen Landespolizei und der Landesrat für Kriminalitätsvorbeugung nach solchen Initiativen für den alle zwei Jahre ausgelobten Landespräventionspreis. Das Motto: "Sicher und Aktiv im Alter".

"Es geht nicht nur um die Verringerung der absoluten Fallzahlen, sondern auch darum, das subjektive Sicherheitsempfinden zu steigern. Sehr viel häufiger nämlich fühlen sich Senioren unsicher als sie tatsächlich in der Statistik als Opfer auftauchen", sagt Armin Schlender, Geschäftsführer des Landesrates. Und der Direktor des Landeskriminalamtes (LKA), Ingolf Mager, sekundiert: Seinen Angaben nach werden sechs Prozent der über 60-Jährigen im Land Opfer von Straftaten - wobei sie mittlerweile einen Anteil von 28 Prozent (465 000) an der Gesamtbevölkerung (1,63 Millionen) stellen. In anderen Altersgruppen sei die Opferzahl signifikant höher, so Mager. "Das Risiko hat sich nicht erhöht, heute leben ältere Menschen genau so sicher wie noch vor einigen Jahren, so der LKA-Chef.

Senioren hätten aber mehr Furcht als andere Altersgruppen. "Furcht führt zu Vermeidungsverhalten, man zieht sich zurück", schätzt Mager ein. Deshalb wolle man Initiativen oder Projekte ermutigen, sich dieser Gruppe anzunehmen. Das Motto "Sicher und Aktiv im Alter" sei darum besonders gut gewählt. Es gehe dabei auch um die Gestaltung der Umwelt von Senioren, eine der entscheidenden Rahmenbedingungen, um ein subjektives Sicherheitsgefühl zu erzeugen. Das Problembündel ist auch Armin Schlender vom Präventionsrat bekannt. "In den Städten ist es eher noch leichter an die Senioren heranzukommen, da gibt es noch Seniorenclubs und ähnliche Einrichtungen. Viel schwieriger ist es in der Fläche und bei den Hochbetagten, die sich in ihre vier Wände zurückziehen." Man müsse da neue Wege gehen und beispielsweise über die Enkel den Weg zu den Senioren suchen.

Bis zum 20. September dieses Jahres hat nun jedermann Gelegenheit, Projekte oder Initiativen vorzuschlagen, die es nach seiner Auffassung verdient haben, mit dem Landespräventionspreis ausgezeichnet zu werden. Die entsprechende Anmeldekarte steht unter www.kriminalpraevention-mv.de zum Download bereit, liegt aber auch in allen Polizeidienststellen, bei den Kommunalen Präventionsräten und den Seniorenverbänden vor. Eine Jury wird aus allen Einsendungen die Preisträger auswählen, die dann im Rahmen des mittlerweile siebten Landespräventionstages am 28. November in Schwerin von Innenminister Lorenz Caffier (CDU) den Pokal und das Preisgeld in Höhe von insgesamt 3000 Euro entgegen nehmen können.

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