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Rettungsschwimmer : „Sicherheit hat Priorität“

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Viele Gemeinden investieren trotz klammer Kassen in den Schutz der Badenden

svz.de von
erstellt am 24.Jul.2015 | 21:00 Uhr

Trotz knapper Kassen lassen sich viele Kommunen die Sicherheit an ihren Badestellen etwas kosten, wie unsere Umfrage ergab.

Tobias Warncke, stellvertretender Bürgermeister der Gemeinde Lewitzrand im Parchimer Umland, betont: „Die Sicherheit in unserem Eldebad hat Priorität. Es ist für uns trotz knapper Kassen keine Frage, dass wir dafür die nötigen Mittel zur Verfügung stellen.“ Mit dem ASB Kreisverband Parchim-Schwerin gebe es einen langfristigen Vertrag. Das Bad stehe auch für Schwimmkurse und zur Ausbildung des Rettungsschwimmernachwuchses zur Verfügung.

Auch in Wittenburg wird der Naturbadeteich täglich – außer bei schlechter Witterung – durch einen Rettungsschwimmer bewacht. Er kommt von der DLRG Zarrentin und wird für die Saison pauschal bezahlt. „Auch wenn es nur ein Naturbadeteich ist, soll die Sicherheit gewährleistet sein und das versuchen wir im Rahmen unserer Möglichkeiten zu regeln“, sagte die Wittenburger Bürgermeisterin Margret Seemann.

Christiane Schwonbeck, Bürgermeisterin von Seehof am Schweriner Außensee, betont: „Wir haben in den Ferien immer einen Rettungsschwimmer an unserer Badestelle – schon seit Jahren.“ Die Gemeinde plane dafür eine pauschale Summe von 3000 Euro ein. Dass es zu wenig Rettungsschwimmer gibt, sei nicht erst heute bekannt. Das Ehrenamt werde einfach zu wenig gewürdigt, erst recht bei solch einer verantwortungsvollen Tätigkeit, kritisiert Schwonbeck.

Für das Waldbad in Alt Jabel hat die Gemeinde Vielank einen Schwimmmeister fest eingestellt, so der 1. Stellvertreter der Bürgermeisterin, Heiko Bäuch. Die Kosten seien im Haushalt der Gemeinde eingestellt. Wenn die Besucherzahlen steigen, unterstütze ihn die Wasserwacht aus Alt Jabel. „Auch diese Kosten sind gedeckt, denn Sicherheit geht vor, daran wird bei uns nicht gespart.“

In Passow bei Lübz ist auch ein Mädchen ertrunken, „seit gut zwölf Jahren haben wir deshalb einen Rettungsschwimmer“, so Bürgermeister Frank Busch. „ Das leisten wir uns. Das ist auch gut so. Ein Bürgermeister trägt schließlich auch Verantwortung.“ Dennoch sei es ein ganz schöner Batzen Geld für eine kleine Gemeinde. „Ich denke, dass da auch mal der Gesetzgeber gefordert ist, die Gemeinden zu unterstützen“, meint Busch.

Norbert Baumann, Bürgermeister von Carlow, hat am Röggeliner See eine Beschilderung aufgestellt, die darauf hinweist, dass das Baden auf eigene Gefahr erfolgt. „Die Badestelle ist mit Bänken ausgestattet, die Richtung Wasser ausgerichtet sind. Eltern können ihre Kinder so beim Baden beobachten. Der Nichtschwimmerbereich ist zudem mit Bojen abgegrenzt.“

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