Rostock : „Ship of Tolerance“ erhält Mast

Der Mast steht und das Bauteam von „Ship of Tolerance“ gönnt sich bei Sonnenschein eine Pause.
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Der Mast steht und das Bauteam von „Ship of Tolerance“ gönnt sich bei Sonnenschein eine Pause.

Internationales Kunstprojekt zu Völkerverständigung entsteht zum 800. Stadtgeburtstag in Rostock

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17. April 2018, 21:00 Uhr

Der Mast ist gesetzt: Das weltumspannende Kunstprojekt „Ship of Tolerance“ nimmt wenige Tage nach seinem Startschuss in Rostock Fahrt auf. Im Fischereihafen der Hansestadt entsteht nach einer Idee des russischen Künstlerpaares Ilya und Emilia Kabakov ein 20 Meter langes Holzschiff. Mit Unterstützung der Kunsthalle Rostock kann das internationale Projekt erstmals in Deutschland gezeigt werden.

Ilya und Emilia Kabakov und zahlreiche Unterstützer wollen mit dem Schiffbau Menschen verschiedener Kontinente, Kulturen und Identitäten verbinden, für Respekt gegenüber fremden Kulturen und Akzeptanz bei Unterschieden werben.

Es handelt sich weltweit um das neunte „Ship of Tolerance“, welches unter der Regie von Baumeister David Harold und Team entsteht. Bis Ende April erfolgt die Fertigstellung. Die feierliche Übergabe unter Mitwirkung von Schirmherrin und Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) ist am 19. Mai zum MV-Tag und 38. internationalen Hansetag geplant. Anschließend geht das „Ship of Tolerance“ im Rostocker Hafen vor Anker.

Bereits im Vorfeld beteiligen sich zahlreiche Schulen und Einrichtungen an der Ausgestaltung des Bootes. Anlässlich des 800. Stadtgeburtstages der Hanse- und Universitätsstadt Rostock entstehen 800 Segeltücher mit unterschiedlichen Motiven. Eine Auswahl farbenfroh gestalteter Tücher wurde gestern am Schiffskörper angebracht.

Das erste Bauwerk dieser Art entstand 2005 im ägyptischen Siwa. Kinder und Erwachsene schufen im Entstehungsprozess zum Nachdenken anregende Kunstwerke. Das Thema Toleranz beflügelt ebenso die Kunsthalle Rostock, die mit dem „Ship of Tolerance“ einen kunstvollen Beitrag zum aktuellen gesellschaftlichen Thema beitragen möchte.

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